Berge-Lexikon: Anstieg zur Plesseburg [23.06.2011]
Fakten:
Länge des Anstiegs: 4,4 Kilometer
Höhenmeter: 223
Durchschnittssteigung: 5,1 %
Maximalsteigung: 11,4 %
Höhe am Start: 147 (Göttinger Straße, Bovenden)
Höhe im Ziel: 370 (Parkplatz oberhalb der Plesse-Burg)
Abfahrt: Die Abfahrt hinab nach Bovenden ist mit der leichten Rechtskurve sowie dem hervorragenden Asphalt ein Traum: Bei günstigen Windverhältnissen können mehr als 80 Stundenkilometer erreicht werden.
Wissenswertes: Die Plesseburg wurde vor etwa 1000 Jahren erbaut – im ursprünglichen Sinne mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit also weniger dazu, um sie mit dem Fahrrad zu erklimmen :)
Höhenprofil:
Streckenbeschreibung:
So wie die Geburtstagskerzen von einer Geburtstagstorte – so majestätisch ragt der weiße Plesseturm aus dem Laubwald oberhalb von Eddigehausen in den Himmel. Der Anstieg zur Burg Plesse beginnt in Bovenden, 7 Kilometer nördlich von Göttingen. Bei anfangs geringen Steigungsprozenten führt die Straße über Rauschenwasser und die Quelle Mariaspring, bevor man nach 500 Metern an einer Kreuzung nach rechts auf die Hauptverkehrsstraße abbiegt.
Nach einem weiteren Kilometer – in der Höhe tut sich bereits die Plesseburg auf, rechterhand liegt die Ortschaft Eddigehausen – beginnt in einer Linkskurve die zermürbende Passage mit rund 10 Prozent Steigung. In der Folge wird es zwar flacher, doch Regenerieren kann man auf dem Abschnitt, der vor allem im Feierabendverkehr von vielen Autos frequentiert wird, nicht wirklich: Zwar folgt nach dem Erreichen der Hügelkuppe ein kurzes Flachstück (es scheint sogar minimal bergab zu gehen – oder zumindest ist es das, was man sich einredet....), doch direkt danack beginnen die letzten 1,5 Kilometer, die nicht ohne sind.
Man biegt von der Hauptverkehrsstraße nach rechts ab, und prompt findet man sich auf einer idyllischen – wenn auch mit einigen Schlaglöchern versehenen – Waldstraße wieder. Nach einer Rechtsserpentine nach dreihundert Metern geht es praktisch auf die mit Kurven versehene Zielgerade. Die Steigung bleibt dabei auf den letzten 1,2 Kilometern recht konstant bei sechs Prozent.
Oben erwartet einen ein toller Ausblick über Göttingen und das Leinetal – aber auch die Gewissheit, dass zumindest auf der folgenden Abfahrt zumindest im oberen Teil, im Wald, nicht der beste Asphalt auf einen wartet. Ach, wenn doch nur alle Straßen im Göttinger Umland die Qualität der Radrennbahn hätten...
Geheimtip: Fährt man den Anstieg als Rennen gegen die Uhr oder einen anderen Radsportenthusiasten, so ist es fatal, nach der Rechtsserpentine alles stehen und liegen zu lassen, um mit Vollgas in Richtung Burg zu stürmen. So nah der Turm auch wirken mag – es warten noch immer 1,2 Kilometer bei durchschnittlich 6 Prozent darauf, erklommen zu werden.
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Anstiegs-Zeugnis:
Gesamteindruck des Anstiegs:
Das Höhenprofil ist chick, die Abfahrt schnell – und die letzten 1,5 Kilometer im Wald sind mehr als idyllisch. Allerdings sind auf der Hauptverkehrsstraße im unteren Bereich des Anstiegs die Autos rasend schnell unterwegs, so dass große Konzentration gefordert ist – was vor allem mit Laktat in den Beinen und neuen Bestzeiten vor Augen in puncto Sicherheit nicht optimal ist.
Letztendlich bringen das hohe Verkehrsaufkommen im unteren Bereich sowie die Schlaglöcher auf den letzten 1500 Metern den attraktiven Anstieg zur Plesseburg um eine bessere Bewertung.
Lage/Anfahrtsbeschreibung:
Ort: Nordseite von Bovenden (7 Kilometer nördlich von Göttingen)
Anfahrt: Aus der Göttinger Stadtmitte kommend fährt man durch Weende, den nördlichen Stadtteil Göttingens und von dort aus vier weitere Kilometer in den nächstgelegenen Ort. Das ist problemlos auch über den Radweg entlang der Leine möglich. Fast am nördlichen Ortsausgangsschild von Bovenden angekommen, biegt man nach rechts auf die Straße namens Rauschenwasser ab, die hinauf zur Plesseburg führt.
