Aktuelle Berichte über die Rennsportereignisse 2010
Yannick Sinske mit zwei beeindruckenden Auftritten... [28.09.2010]
Yannick Sinske präsentiert sich in Höchstform - hier bei der Europäischen Radsportwoche in Bienenbüttel
Dass die Radsportsaison zum Schlussspurt ansetzt, das zeigt zum einen die Tatsache, dass die Rennräder nach Trainingsausfahrten immer häufiger von Dreck befreit werden müssen. Zum anderen aber auch, dass die Veranstaltungskalender zunehmend von Mountainbike- und Querfeldeinrennen in Beschlag genommen werden. Doch ein Tusporaner lässt sich von alledem überhaupt nicht beirren: Yannick Sinske!
Der 21-Jährige fuhr beim Rennen „Rund um Sebnitz“ auf Rang fünf, wobei er zwei Tage zuvor bei der City-Nacht von Cloppenburg für Furore gesorgt hatte.
Bereits am Freitag-Abend ging er gemeinsam mit Topfahrer Frieder Uflacker bei der „City Nacht von Cloppenburg“ an den Start. Für Frieder reichte es am Ende für Platz elf, Aufsehen erregend war aber vor allem der Auftritt von Yannick: 20 Runden lang befand er sich mit den bekannten A-Fahrern Jürgen Rodenbeck und Thomas Hannöver in der Spitzengruppe. Schließlich wurden die Ausreißer jedoch geschluckt, nur fünf Runden vor dem Ziel - was der einzige Grund dafür war, dass Yannick mit seinem 20. Rang nicht zufrieden sein konnte.
Am Sonntag hat es für Yannick beim Rundstreckenrennen „Rund um Sebnitz“ dafür aber für Rang fünf gereicht. Zehn Runden von 6,5 Kilometer Länge, ein tückischer Anstieg inklusive, standen auf dem Streckenplan.
Der 21-Jährige blickt wie folgt auf das Renngeschehen zurück:
„Wie es für mich zur Zeit typisch ist, habe ich mich von Anfang an nach vorne orientiert, um bereit zu sein, Fluchtgruppen zu bilden oder zu besetzen. Erfolgreich: nach drei von zehn zu absolvierenden Runden konnte ich mich gemeinsam mit zwei weiteren Fahrern absetzen.“
Für extreme Bedingungen sorgten nicht nur die 600 Meter Kopfsteinpflaster sowie ein Anstieg
mit einem Teilstück von 18 Prozent Steigung. Sondern auch die äußerst schlechten Witterungsbedingungen von 8°C bei strömendem Regen. Der Anstieg hatte es dermaßen in sich, dass Yannick seine beiden Kontrahenten nach fünf Runden ziehen lassen musste.
„Daraufhin wurde ich von einer zweiköpfigen Verfolgergruppe eingesammelt. Mit ihnen bin ich dann weitergefahren, bis sich einer der beiden - wiederum im steilsten Stück - absetzen konnte.“
Weil Yannick danach sehr viel gearbeitet hat, um den Vorsprung zum Hauptfeld aufrecht zu erhalten, musste er sich im Zielsprint geschlagen geben.
„Aber es ging ja eh´ nur noch um Platz vier und fünf“, merkte er an.
Und es war nicht als Resultat der Anstrengung, sondern als Ergebnis des schrecklichen Wetters zu werten, dass im Ziel nahezu jeder Fahrer am ganzen Leib gezittert hat. Auch Yannick habe so seine Schwierigkeiten gehabt, sich seinen „Kaffee im Zielbereich nicht über die Hände zu schütte(l)n.“
Für den Fall, dass es für Yannick – der am vorvergangenen Woche den Aufstieg in die A-Klasse nur um eine Radlänge verpasst hatte – in diesem Jahr nicht für den Klassenerhalt reichen sollte: Daran, dass er im nächsten Jahr wieder (mindestens...) in die B-Klasse aufsteigen wird, daran zweifelt niemand.
Die Chance, mit Pauken und Trompeten zu beweisen, dass die Saison noch immer nicht vorbei ist, diese Chance werden die Nachwuchsfahrer am kommenden Wochenende beim Rennen in Fulda nutzen wollen. Bevor dann endgültig das Wettkampfrad winterfest gemacht wird, dafür allmählich die Langlaufskier vom Dachboden geholt, entstaubt und gewachst werden und alsbald mit dem – ebenso geschätzten wie gefürchteten – Hallenwintertraining begonnnen werden kann...
Notiz am Streckenrand:
Die Nacht von Cloppenburg wurde mit einer Videokamera festgehalten. Das Video - so richtig spannend wird es erst durch Yannicks Ausreißversuch ab Minute 2:36- gibt es [hier...]
Von Timo
Sieben Tuspo-Fahrer bei „Europäischer Radsportwoche“ [20.09.2010]
Am Wochenende haben die Radsportler von Tuspo Weende zum zweiten Mal an der europäischen Radsportwoche (ERW) in Bad Bevensen teilgenommen. In der Seniorenklasse 2 (ab 40 Jahre) gingen die Fahrer Derek Homeier, Andreas Pucher-Diehl und Jan Menkens über vier Etappen an den Start, in der B/C-Amateurklasse Markus Gauer, Yannik Sinske, Erik Breuer und Peter Grote.
Hatten Grote, Menkens und Pucher-Diehl noch im Vorjahr drei der vier Etappen gewonnen und dadurch die ersten drei Plätze der Seniorengesamtwertung geholt, war in diesem Jahr klar, dass es schwer würde, das zu wiederholen, da diesmal fast alle Top-Fahrer aus Norddeutschland gemeldet hatten.
Beim Auftaktnachtrundenrennen am Freitagabend in Epstorf (nahe Bad Bevensen) konnte sich Erik trotz eines ungewollten Pedalaufsetzers in der finalen Kurve einen 9. Platz erkämpfen. Das Rennen war extrem schlecht ausgeleuchtet und beinhaltete zudem eine sehr unangenehme Kurve auf Kopfsteinpflaster und einer abgesetzten Kannte. Mehr noch als diese Kurve wurde für die meisten der rund 80 Starter die leicht ansteigende Zielgerade zum Verhängnis, welche jede Runde im Sprint bewältigt wurde. So war es nicht verwunderlich, dass aufgrund der gezielten Tempoarbeit, an der Erik – rückblickend betrachtet – ein paar Körner zu viel verschoss, nur rund 20 Fahrer das Ziel erreichten. So stellte auch Yannicks 17. Platz eine starke Leistung dar. Im Rennen der Senioren wurde Jan Menkens 13., Derek Homeier 15.
Einzelzeitfahren und Straßenrennen am Samstag
Am Samstagmorgen beim Einzelzeitfahren über 11,5 Kilometer belegte Andreas Pucher-Diehl einen guten 9. Platz, während Derek mit seinem 13. Platz die Punktwertung knapp verpasste.
Leider lief beim anschließenden Straßenrennen in Barum über 112 und 90 km nicht ganz so gut für die Tuspos - aber auch etliche andere Teams hatten Schwierigkeiten. Jan Menkens fuhr bei Dauerregen und starkem Wind 70 Kilometer lang (!) in einer vierköpfigen Fluchtgruppe mit, musste jedoch schließlich trotz gutem Vorsprung vorm Feld der kühlen Witterung und langen Arbeit an der Spitze Tribut zollen und sich entkräftet wieder vom Feld einholen lassen. Den anderen Seniorenfahrern von Tuspo erging es derweil nicht besser: Defekte, Kopfsteinpflasterpassagen, Windkanten und schlammige Straßen machte die dritte Etappe zu einem „Radfahren zum Abgewöhnen.“ Oder wie wäre sonst zu erklären, dass alle Tusporaner, genau wie 75 % der Starter, das Rennen vorzeitig beenden mussten?
Einzig Markus hatte den eisernen Willen, durchzuhalten und betrat als letzter der Bleus völlig steif gefroren unser Appartement mit dem Kommentar „ Eigentlich wollte ich ja durchfahren und zudem hatte ich gerade attackiert und eine Fluchtgruppe indiziert, als mein Sattel sich plötzlich selbstständig machte und eine Weiterfahrt verhinderte (...)“ In wie weit der defekte Sattel nur eine gewünschte Erlösung und akzeptable Ausrede war, das Rennen zu verlassen, bleibt wohl sein Geheimnis. Die Entscheidung, vorzeitig aus dem Rennen auszusteigen, um eine heiße Dusche und Nudeln a la Erik mit Thunfisch und Cashew-Kernen zu genießen, sollte sich in taktischer Hinsicht als goldrichtig herausstellen und hatte keineswegs mit schwächelnder Konstitution zu tun.
Jan Menkens trumpft auf
Zur Schlussetappe am Sonntag in Bienenbüttel stand wieder ein schnelles Rundstreckenrennen an. Hier konnte Jan Menkens bei endlich wieder trockenem, aber doch windigen Wetter, dann doch Revanche für den Vortag nehmen: Zur Hälfte des Rennens setzte er sich gemeinsam mit Stefan Wittwer aus Gütersloh vom Hauptfeld ab. Das Duo harmonierte gut. Wittwer war zwar im Sprint überlegen, aber mit dem zweiten Platz war Menkens in beste Gesellschaft aufgestiegen, hatte er damit doch die gesamte norddeutsche Seniorenelite abgehängt. Am Ende konnte er damit noch auf Rang 11 der Gesamtwertung vorrücken. Derek Homeier beendete diese letzte Etappe im Feld auf Platz 15. Pucher-Diehl belegte durch sein gutes Zeitfahren vom Vortag den 21. Platz in der Gesamtwertung.
Mustergültiges Teamwork im A/B/C-Rennen
In der Eliteklasse A/B/C setzte Yannick sich mit einem Traumstart sofort an die Spitze des Feldes und probierte es zunächst mit der Brechstange, wobei er vom Feld nicht bedeutend wegkam. Durch seine aggressive Fahrweise war er wirklich stark gefährdet, sich vorzeitig blau zu fahren, bis er sich dann aber doch nach 10 Runden mit 2 Mitstreitern bei sehr windigen Verhältnissen vom Feld absetzen konnte. Was dann folgte, war eine meisterhafte Fluchtfahrt von Yannick und eine grandiose Feldkontrolle der Tuspo-Fahrer Erik Breuer, Markus Gauer und Jan Jünger (Büttgen) aus Aachen, die das gesamte Feld zur schieren Verzweiflung trieben. Sie ernteten einige Feindseligkeiten, aber - wie sich nach dem Rennen herausstellen sollte - auch großen Respekt. Das Ganze spielte sich in etwa so ab: Erik fährt permanent an erster Position des Feldes, natürlich mit angezogener Handbremse, und wartet auf die links/rechts Rufe von Jan und Markus, die das Feld ein paar Positionen weiter hinten flankieren. Sobald einer dieser Schreie erklang, wechselte Erik in den Sprint-Modus und biss sich aber auch bei wirklich jeder der ein- bis zweimal pro Runde erfolgenden Attacken direkt an das Hinterrad des vorstoßenden Fahrers. Nur, um dann - an 2. Position liegend - nach Erschöpfung des unerwünschten Angreifers mit einem Lächeln wieder die Führung zu übernehmen, die Beine baumeln zu lassen und dann in Doppelreihe mit Markus die nächste Kurve etwas enger und langsamer zu gestalten. Das Rennen des Hauptfeldes erwies sich somit gefühlt als ein Kriterium mit Wertung in jeder Runde – wobei es jedoch keine Wertungspunkte gab, sondern nur hämisches Grinsen von Markus, Erik und Jan Jünger. Yannick konnte sich derweil mit seinen beiden Mitstreitern vorne Runde um Runde weiter absetzen, um dann in einem dramatischen Sprintfinale nur um eine Radlänge geschlagen zu werden und auf den „undankbaren 2. Platz“ verwiesen zu werden, der einen direkten Klassenerhalt und Aufstieg zunichte machte.
Erik, der noch eine Platzierung zum Klassenerhalt benötigte, hatte sich im Hauptfeld zu sehr für seinen Teamkollegen ins Zeug gelegt und konnte gegen die Testosteron-Bolzen, denen Markus in der finalen Kurve zum Opfer fiel, als er auf einen Sturz auffuhr und ebenfalls zu Fall kam, nicht mehr in den Sprint eingreifen.
Was bleibt ist die bittere Erkenntnis, dass die Saison nun eigentlich vorbei ist, der Klassenerhalt bisher knapp verpasst wurde und die Form nun aber voll da ist.
So müssen Yannick und Erik weiter auf ein kleines Wunder hoffen. Oder in der nächsten Saison mal etwas eher und mit weniger Verletzungspech in die Pedale kommen.
Bis dahin: Allez les bleus! Das Rennen geht weiter - auf der Radrennbahn!
Die kompletten Ergebnislisten gibt es [hier...]
Von Jan und Erik
Vom Druck beflügelt: Julian Sinske bleibt A-Fahrer! [13.09.2010]
Angedeutet hatte es sich bereits am letzten Augustwochenende, doch wirklich glauben kann man es noch immer nicht:
Julian Sinske hat dank eines fantastischen Season-Finish den Klassenerhalt in der höchsten deutschen Amateurklasse geschafft.
Mit Rang neun beim „Pokal der Stadt Loitz“ fuhr der Tusporaner seine dritte Topten-Platzierung ein und durfte dadurch am vergangenen Sonntag seinen Verbleib in der A-Lizenzklasse feiern.
Dabei wurde das 62,5 Kilometer lange Rennen in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Ebenbild der gesamten Saison – es begann alles andere als vielversprechend:
„Leider habe ich am Anfang trotz einiger Attacken die entscheidende Fünfergruppe verpasst“, blickt der 26-Jährige auf das Renngeschehen zurück. „Deshalb habe ich mich letztlich auf den Sprint aus dem Hauptfeld verlassen müssen“. Drei Fahrer lagen im Sprintfinale vor ihm, sodass Julian schlussendlich als neunter ins Ziel kam. Für Julian ein Sieg, ohne Zweifel.
Solide Leistungen hatte der Tuspofahrer bereits seit Saisonbeginn erbracht – nur der ganz große Coup, der wollte ihm einfach nicht gelingen: Seinem 6. Rang bei der Landesmeisterschaft in Osnabrück (nicht aufstiegs- beziehungsweise klassenerhaltsrelevant) folgte am letzten Maiwochenende ein undankbarer 11. Platz beim Rennen in Breitenworbis. Auch in Bremen war das Glück nicht auf Julians Seite, als er als 13. knapp an einer Platzierung vorbeischrammte.
Doch am letzten Augustwochenende, einige Fahrer begannen allmählich, ihre Saison ausklingen zu lassen, gab Julian Vollgas: Mit seinem famosen Doppelschlag mit Rang 2 in Hannover-Döhren und Rang 5 bei der Tour de Fayence in Kellinghusen legte der Tusporaner den Grundstein zum Klassenerhalt. Den wollte er gewiss beim Göttinger Altstadtrennen perfekt machen, wo jedoch „erkältungsbedingt leider nicht so viel ging“, wie Julian erklärt.
Und es passte ins Bild dieser schier verrückten Saison, dass auch der September vorerst nicht Julians Glücksmonat zu sein schien: In Elxleben wurde der Tusporaner 16., ehe er vor heimischem Publikum in der Göttinger Innenstadt als 12. ins Ziel kam. Sollte ihm am Ende der Saison tatsächlich eine einzige Platzierung zum Klassenerhalt fehlen? Nein:
Am vergangenen Sonntag nahm der A-Fahrer schließlich die lange Fahrt nach Mecklenburg-Vorpommern auf sich. Wohlwissend, dass nicht mehr allzu viele Chancen auf Platzierungen auf ihn warten würde, war der Leistungsdruck gegeben! Doch der Druck muss ihn beflügelt haben: Irgendwie hat Julian es geschafft, den Leistungsdruck umzuwandeln in Druck auf die Pedale.
Und so ganz langsam kann sich nun also auch Julian endlich daran machen, seine Pläne zum Saisonausklang zu schmieden – als A-Fahrer, versteht sich.
Notiz am Streckenrand: Ganz spontan fühle ich mich an eine Passage aus dem „Stern-Magazin“ erinnert, die in diesem Sommer veröffentlicht worden ist. Ich ertappe mich dabei, wie ich den Bericht hervorkrame, „Mentale Stärke“ lautet sein Titel, und es dauert nicht lange, bis ich die entscheidenden Zeilen gefunden habe:
„Spitzensportler [...] sind die Meister des Augenblicks“, heißt es dort. Und weiter:
„Sie müssen auf den Punkt fit sein, in Topform, wenn es darauf ankommt. Sie können Höchstleistungen auch unter extremem Druck abrufen.“
Und bei allem Respekt für Julians erbrachte Leistung: Wenn wir ihm einfach mal unterstellen, dass er einer dieser „Spitzensportler“ ist, dann war doch in Bezug auf seinen Klassenerhalt genau genommen Alles viel sicherer, als es nach außen hin den Anschein gemacht haben mag...
Michel Schachtebeck feiert Doppelsieg in der U15 [13.09.2010]
Muss es nicht großartig sein, seine eigene Leistung selbstständig zu bestätigen? Der Tusporaner Michel Schachtebeck wird das neuerdings beurteilen können:
Nachdem der U15-Fahrer am vergangenen Samstag in Pattensen zum Sieg rauschte, zeigte er am Sonntag, dass er am Vortag keineswegs umsonst ganz oben auf dem Podium gestanden hatte. In Nordhausen kam er nach einem tollen Rennen wiederum als Erster ins Ziel - und bestätigte sich dadurch selbst!
Den Grundstein für ein äußerst erfolgreiches Tuspo-Wochenende hat der U15-Fahrer Michel Schachtebeck beim Rennen in Pattensen gelegt. Sein Sieg bedeutete insofern Genugtuung, als dass der Tuspo-Youngster zum ersten Mal in der Saison seinen Radsportfreund Carlo Kaubisch vom RC Langenhagen besiegen konnte. „Extreme happiness“ war die unweigerliche Folge.
Nachdem Carlo anschließend davon erfuhr, dass Michel am Sonntag beim Rennen in Nordhausen starten würde, ließ er sich nicht zweimal bitten, um noch am selben Wochenende Revanche zu nehmen. Längst war Carlos Plan gereift: „Da fahre ich auch mit hin.“
Es sollte wiederum zum Duell der Beiden U15-Fahrer kommen, wiederum sollte es einen tollen Rennverlauf geben. Und wieder war das besseren Ende für Michel reserviert:
Nach einem wirklich tollen Rennen setzte sich Michel im Schlusssprint knapp von Carlo Kaubisch ab und holte sich den Sieg – den zweiten innerhalb von zwei Tagen!
Nicht unerwähnt bleiben sollte jedoch die Fairness der beiden untereinander: Zwei Fahrer, zwei verschiedene Vereine, der eine im blau-weißen Trikot, der andere im blau-gelben - und Kumpel sind sie dennoch.
Im U17-Rennen über 33 Kilometer waren Fiete Lembeck und Nils Schachtebeck am Start.
Und die beiden fingen so an, wie sie beim Göttinger Altstadtrennen aufgehört hatten! Von Beginn an arbeiteten sie vorne hervorragend zusammen. Fiete legte in dem als Kriterium ausgetragenen Rennen einen starken Sprint hin, hatte jedoch leider schon recht früh Schwierigkeiten mit seinem Hinterrad. Er schied aus. So war es Nils, die blau-weißen Farben hochzuhalten.
Schließlich setzte sich Nikolai Hoffmeister vom Team RSC Turbine Erfurt allein an die Spitze und sicherte sich den Tagessieg. Nils wurde nach einem packenden Sprintfinale Zweiter. Bei der Siegerehrung befand sich Nils praktisch im Thüringen-Sandwich: Den dritten Platz hatte - wie schon beim Göttinger Altstadtrennen - nämlich Nikolais Teamkollege und Ex-Tusporaner Hauke Braun belegt.
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Altstadtrennen: „Radsport wird endlich wahrgenommen“ [07.09.2010]
„Dem Interesse der Teilnehmer, Zuschauer und Medien nach zu urteilen, war das Altstadtrennen ein voller Erfolg“, bilanziert Holger Buch.
Am meisten war der Radsport-Abteilungsleiter davon angetan, dass „die blau-weißen Tuspo-Farben in jedem Rennen vertreten waren.“ Sein sportliches Highlight? Tuspos Doppelsieg in der Rennklasse U17! Rennfavorit Nils Schachtebeck sicherte sich jede einzelne Kriteriumswertung, ehe er seinem Teamkollegen Fiete Lembeck zum zweiten Platz verhalf. „Man hat ganz klar gesehen, dass Radsport eben doch ein Teamsport ist“, so Holger.
Insgesamt hat er im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg der Teilnehmerzahlen ausgemacht, der insbesondere den großen Fahrerfeldern der Kinderrennen zuzuschreiben gewesen sei: Die „Rabenladen-Runde“ für Kinder unter sechs Jahren sowie der „GöSF-Nachwuchscup“ lockten rund 50 Starter auf die Goetheallee. Dabei spielten Outfit, Ergebnis und das Material eine völlig untergeordnete Rolle – allein der Spaß stand im Vordergrund.
Geradezu überrumpelt von den vielen Teilnehmern war der exzellent aufgelegte Rennmoderator Henning Tonn, der die Kinderrennen eröffnet hat. Spontan begann er zu witzeln: „Das werden ja von Jahr zu Jahr mehr Kinder! Mir scheint es, als hätten die Göttinger neben dem Radfahren auch noch weitere Hobbys...“, sagte er mit einem breiten Grinsen.
Zahlenmäßig dominiert wurde der GöSF-Nachwuchscup vom Tuspo Weende sowie von einer siebenköpfigen Kiddie-Fraktion des VCE Duderstadt. Am meisten Aufsehen erregten jedoch die elf blutjungen Mountainbike-Fahrer des MTV Bad Gandersheim in ihren neonblauen Team-Trikots. Für die Gandersheimer Kids war es das erste richtige Radrennen. „Die Kinder haben sich ungemein auf den Wettkampftag gefreut“, berichtete die Mutter eines der Jungspunde. „Unsere Radgruppe ist im vergangen Jahr ins Leben gerufen worden, um den Kindern das Mountainbike-Fahren näher zu bringen“, fügte einer der Väter an.
Bürgermeister Holefleisch ruft zum Bahnprojekt auf
Auch Bürgermeister Urich Holefleisch (Grüne) hat den Weg in die Innenstadt gefunden:
„Ich möchte jeden Zuschauer dazu animieren, das Vereinsprojekt zur Sanierung der Radrennbahn zu unterstützen", sagte er. Auch Henning Tonn kam mit Holger Buch über das Projekt sowie dessen Finanzierung ins Gespräch. Sichtlich stolz verkündete Holger: „Alle Erlöse aus dem Altstadtrennen kommen dem Bahnprojekt zugute“. Und so appellierte Holefleisch an Jedermann, doch bitte „ordentlich viele Bratwürste zu essen“. Henning Tonn wünschte derweil „viel Erfolg“ und gab dem Tuspo ein „toi, toi, toi“ mit auf den Weg.
Holefleisch war auch deshalb in die Innenstadt gekommen, um den Startschuss in der Hobbyklasse zu geben. Hier wurde der Tusporaner Benjamin Paul (mit 59 km/h Sieger des erstmals ausgetragenen „Scott-V-max-Contest“) schließlich Fünfter. Auf Platz acht bis zehn kamen Ingo Litzbarski, Konne Simon und David Pohl ins Ziel.
Frieder wird im Eliterennen Dritter
Dass Radsport offenbar tatsächlich Mannschaftssport ist, verdeutlicht aber nicht nur die Tuspofahrer-Ansammlung auf Platz acht bis zehn im Hobbyrennen, nicht nur der Doppelsieg in der Rennklasse U17. Sondern vor allem der überzeugende Auftritt des Regio-Teams Bad Hersfeld beim „Großen Preis der MLP-Finanzdienstleistungen“ für A- und B-Fahrer.
„Das Rennen war geprägt von einem hohen Tempo“ (1:19 Stunden/61 Kilometer), resümierte Tuspofahrer Frieder Uflacker.
Die "Radsport=Mannschaftssport"-Theorie spiegelt sich ferner auch in Frieders Statement wieder, dass er von den Hersfeldern „immerzu in Manndeckung“ genommen worden sei.
Eine Taktik, die von Erfolg gekrönt war: Das Kriterium gewann der Regio-Team-Fahrer Philipp Sohn, der bereits am vorvergangenen Wochenende in Laatzen erfolgreich gewesen war.
Frieder musste sich im Zielsprint (ein Sieg hätte zum Gesamtsieg geführt) ganz knapp geschlagen geben. Bleibt zu hoffen, dass seine Zahlenreihe - Erster im Jahr 2008, Zweiter 2009 und Dritter 2010 – im nächsten Jahr durchbrochen wird oder aber – noch erstrebenswerter – von vorn beginnt!
Gut getan hätte dem 33-Jährigen nach eigener Aussage „noch mehr Unterstützung durch das Team“. Yannick Sinske zeigte nach seiner Verletzung zwar ein solides Rennen, sein Bruder Julian blieb jedoch ein wenig hinter den Erwartungen zurück.
Pech für Erik Breuer
Pech hatte Erik Breuer, der um seinen Verbleib in der B-Klasse bangen muss: Erik wollte nach einem Defekt am Hinterrad von der Rundenvergütung Gebrauch machen. Ein Laufrad wurde getestet - inkompatibel. Jan Menkens brachte ein zweites herbei. Banges Zittern unter den Tuspofans, zittriges Bangen. Als Eriks Rennmaschine mit dem neuen Laufrad fahrtüchtig ist, da hat das Hauptfeld bereits anderthalb Runden Vorsprung.
Was folgte, war ein Erik´sches Einzelzeitfahren. Fast schon herzzerreißend, wie sich Erik darum bemühte, den Anschluss zur Gruppe wieder herzustellen. Höchst emotional, wie sehr sich die Zuschauer herbeisehnten, dass er es schaffen würde. Doch am Ende waren Zuschauer und Tusporaner gleichermaßen niedergeschlagen. Sehenswert, aber letztlich vergeblich, war Eriks unendliche Mühe.
„Das Glück war heute einfach nicht Jedem hold“, meint Holger Buch. Davon kann auch der C-Fahrer Markus Gauer ein Lied singen: Als der Tusporaner sich beim 61 Kilometer langen „Hairfree-Cup“ mit drei weiteren Fahrern vom Hauptfeld abgesetzt hatte, bereit dazu, etliche Kriteriumspunkte zu sammeln, wurde nach einem Sturz eine Neutralisationsphase eingeleitet. Die 15 Sekunden Vorsprung siechten dahin. So mühsam es für das Quartett auch gewesen war, sich vom Hauptfeld abzusetzen, so flott holte das Hauptfeld die Spitzengruppe nun wieder ein. Immerhin fuhr Markus mit Rang vier noch eine Platzierung ein. Unterstützung boten ihm Björn Hansmann, Kai-Henrik Günther, Timo Holloway und Jörg Schmidtmann.
Dopingprävention hautnah
Dass im Antidopingkampf des Radsports Etwas getan wird, das verdeutlicht die Tatsache, dass die drei Erstplatzierten sowie ein weiterer zufällig ausgewählter Fahrer aus dem A/B-Eliterennen zur Dopingkontrolle gebeten wurden. Direkt im Anschluss an den Zielsprint standen sie unter akuter Beobachtung der Nationalen Anti Doping Agentur (Nada).
So akribisch ging das Nada-Personal zu Werke, dass es - wie ich leidvoll erfahren musste – sogar verhinderte, dass dem Rennsieger Fragen gestellt wurden.
Und es dürfte eines der Resultate dieses schweißtreibenden Rennens gewesen sein, dass die Nada auf einen der vier A-Fahrer eine ganze Weile warten musste: So viel hatte nämlich einer der auserwählten Fahrer geschwitzt, dass er nun erst einmal eine Wasserflasche nach der nächsten leeren musste. Die Nada musste sich vorerst in Geduld üben.
Tja: antreten können die Fahrer wohl immer, austreten aber offenbar nicht!
"Ein ganz besonderes Rennen"
Es war ein erfolgreiches Altstadtrennen. Holger Buch freute sich darüber, „dass wir das Rennen in Göttingen etablieren konnten und der Radsport endlich wahrgenommen wird.“
Nicht umsonst verfolgten mehr als 300 frenetische Zuschauer den Schlussspurt der A/B-Klasse. Nicht ohne Grund feierte Henning Tonn sein fünfjähriges Jubiläum als Moderator beim Göttinger Altstadtrennen, „einem ganz besonderen“, wie er mit ungewohnt ernster Stimme versicherte.
Nicht umsonst gefiel auch der Sonne der Wettkampftag so gut, dass sie zur Mittagszeit ihr strahlendes Gesicht zeigte.
Doch wer immer denkt, dass das Altstadtrennen den Höhepunkt der Saison gebildet hat, der unterschätzt womöglich den Tuspo´schen Tatendrang: Der letzte Zielsprint war noch keine Stunde alt, die Absperrgitter waren gerade erst wegtransportiert worden, als Abteilungsleiter Holger Buch bereits dem nächsten Großprojekt entgegenschielte:
„Wir wollen nun versuchen, den Elan mitzunehmen ins Bahnprojekt, das bis zum Saisonende noch auf dem Plan steht“, sagte er. Müde wirkten sie, seine Augen, doch tief im Inneren dürften sie gefunkelt haben – da bin ich mir sicher.
Göttinger Altstadtrennen: Was bleibt, ist die Erinnerung... [06.09.2010]
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2 Tage, 2 Platzierungen: Julian Sinske dreht mächtig auf! [01.09.2010]
Dass die Saison sich zwar so langsam dem Ende neigt, aber noch keinesfalls vorbei ist, das hat Julian Sinske am vergangenen Wochenende unter Beweis gestellt. Der A-Fahrer hat mittlerweile seine Top-Form erreicht - was er nicht nur dadurch zeigte, dass er am Sonntag in Kellinghusen Fünfter wurde. Sondern vor allem dadurch, dass er bereits am Tag zuvor in Döhren bei Hannover nach sehenswertem Tuspo-Teamwork die zweithöchste Stufe des Siegerpodests betreten durfte.
Am Samstag war im 75 Kilometer langen Rennen der Eliteklasse Rund in Hannover-Döhren die Parole von Beginn an klar: „Alles für unsere platzierungshungrigen Jungspunde Erik Breuer, Yannick und Julian Sinske.“ Eine Marschroute, die mustergültig auf den Asphalt übertragen werden konnte: Nachdem sich bei dem auf Endspurt gefahrenen Rundstreckenrennen ein Quintett mit Julian formiert hatte, setzten die übrigen Tusporaner im nachsetzenden Hauptfeld alles daran, die folgenden Attacken zunichte zu machen und somit die Fluchtgruppe gewähren zu lassen. Selbst die Profifahrer vom Kontinentalteam AC Sparta Prag kapitulierten nach etlichen Versuchen, eine Verfolgung zu organisieren. Nachdem es den fünf Ausreißern gelungen war, das Hauptfeld zu überrunden, schaffte Julian es sogar noch, einen tollen Sprint hinzulegen. Belohnt wurde er mit dem zweiten Platz hinter dem Sieger Robert Müller vom Team Stadtwerke Bremen. „Ein toller Erfolg! Nicht nur für Julian selbst, sondern für die gesamte Tuspo-Mannschaft!“, bilanzierte Frieder.
Einen Tag später war Julian kaum anzumerken, dass er am Vortag bereits so viel geleistet hatte. Oder wie wäre sonst zu erklären, dass er beim 76 Kilometer langen Rundstreckenrennen in Kellinghusen als fünfter ins Ziel kam und damit seine zweite Platzierung binnen 24 Stunden sichergestellt hat?
Bedenkt man, wie mächtig Julian am vergangenen Wochenende aufgedreht hat, so wäre es keineswegs übertrieben, zu behaupten, dass Tuspo beim Göttinger Altstadtrennen am kommenden Sonntag im Eliterennen der A-/B-Klasse neben Frieder Uflacker plötzlich noch ein zweites, ganz heißes Eisen ins Rennfeuer werfen wird!
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Delbrück: Frieder wird dank "energetischem Kraftakt" 7. [31.08.2010]
Wer die Begriffe „Dunkelheit“, „Regen“ und „Kälte“ hört, der dürfte fast unweigerlich an einen rauen Herbstnachmittag denken. Vielleicht auch an eine modrige Grotte. Oder gar an die Szene aus einem Horrorfilm. Keinesfalls aber an ein Radrennen an einem Augustwochenende.
Dass dies ein klassischer Fall von „Schubladen-Denken“ sein kann, das wird Frieder bezeugen können: Der Tuspofahrer ist am Freitag-Abend nämlich nicht etwa nach Delbrück bei Paderborn gereist, um eine Bergwerksgrotte zu besichtigen, sondern um am 50-ründigen Nachtrennen teilzunehmen. Dunkel, kalt und regnerisch war es aber dennoch!
Der Startschuss des 60 Kilometer langen Radrennens erfolgte um 21.15 Uhr – und die erste Überraschung ließ nicht allzu lange auf sich warten: Prompt hatte sich ein Trio vom Feld abgesetzt und war dabei, fleißig Kriteriumspunkte zu sammeln. So hieß es für das Hauptfeld, in dem es von nun an jeweils nur noch um einen mageren Wertungspunkt ging, immer wieder: „Alles, oder nichts!“ Oder, genau genommen: „Ein Bisschen, oder nichts!“
Letztlich gelang es Frieder „mit viel energetischem Aufwand“ noch einige Punkte zu sammeln. Die erfolgreiche Flucht des Ausreißertrios krönte schließlich der – wohlgemerkt „Nichtsprinter“ - Jürgen Rodenbeck mit dem Tagessieg.
Frieder blieb am Ende der siebte Platz.
Zuversichtlich blickt der Tusporaner aber dem Göttinger Altstadtrennen entgegen:
„Nun denn: Platzierungen habe ich ja in dieser Saison irgendwie schon genug geholt - das Siegen spare ich mir dann eben noch für Göttingen auf“, flachste er. Die Wetterprognose für den kommenden Rennsonntag dürfte dabei so gar nicht an einen rauen Herbsttag erinnern: Sonne soll es geben, kaum Wolken - und bis zu 20 Grad.
Derweil haben auch die „Hessel-Brüder“ erneut erfolgreich zugeschlagen:
Am Samstag belegte Max beim 10. Paderborner Radrennen in der Lizenzklasse U13 den dritten Rang, bevor er am Sonntag beim Fritz-Willig-Preis in Laatzen gar Zweiter wurde.
Sein Bruder Jakob kam hier in der Schüler-Hobbyklasse auf Rang drei.
Göttinger Triathlon: Tusporaner glänzen im Wasser [31.08.2010]
"Wir sind eine Radsportabteilung und das soll auch so bleiben." Und zwar vor allem deshalb, damit Holger seine augenzwinkernde Drohung "Wenn sich unser Verein in einen Triathlon-Club verwandelt, dann trete ich zurück!" nicht in die Tat umsetzen muss.
Dennoch hat der 3. Göttinger Volkstriathlon am vergangenen Sonntag schon allein wegen der regen Beteiligung aus unseren Reihen einen Bericht verdient. Zumal Benjamin Paul in der Gesamtwertung 10. geworden ist.
Das Wetter schien schrecklich zu werden: Wind, Regen und maximal 14°C laden eben nicht gerade zum Zeitfahren im ärmellosen, triefend nassen Einteiler ein. Aber der Regen hielt sich bis zur Siegerehrung zurück und im Rennen selbst ist sowieso alles anders, als man von außen denken möchte.
Der von der GöSF in Zusammenarbeit mit WASPO und ASC ausgerichtete Wettkampf war perfekt organisiert. Die Strecken waren gut gewählt und „1A“ abgesichert, was bei der 500 Meter langen Schwimmstrecke im Freibad am Brauweg noch keine Kunst, bei dem mit Teppich ausgelegten Weg zur Wechselzone schon aufwendiger und bei der Radstrecke über Mengershausen, Sieboldshausen und Südumgehung Rosdorf schon eine echte Leistung war. Die Jungs und Mädels an der verwinkelten Laufstrecke hätten mit ihren Richtungshinweisen vielleicht etwas flotter auf die suchenden Blicke (der ohnehin schon über Kreuz guckenden Läufer) reagieren können - aber verlaufen hat sich, soweit bekannt, am Ende niemand.
Wie viele von uns am Start waren, lässt sich der Ergebnisliste nur schwer entnehmen, da etliche (wir sind schließlich kein Triathlon-Club) offiziell für andere Vereine ‑ im Herzen aber sicher für den TUSPO ‑ gestartet sind. Zwei TUSPO-Starterinnen stammen aus anderen Abteilungen unseres Vereins, seien aber hiermit herzlich zum Radtraining eingeladen. Und außerdem gibt es noch die „Assoziierten“ – also jene, die kurz davor sind, einzutreten.
Von diesen ist vor allem Judith Lotz zu nennen, die nach torpedomäßigem Schwimmen (9:45 Minuten!!!) leider anderthalb Minuten zuviel auf der Radstrecke ließ, sodass es trotz glänzender Gesamtzeit von 1:10:53,3 Stunden „nur“ zu Platz 4 gereicht hat. Wenn das kein Grund zum TUSPO-Beitritt ist... Unsere Vereinsmeisterin Esther Mann konnte sich nach einer sehr guten Zeit von 37:30 min auf der Radstrecke mit ihrem 13. Rang beim Triathlon wie im Vorjahr Platz 3 der GÖ-Challenge sichern. Wacker geschlagen hat sich auch Claudia Bilitewski, die ebenfalls auf dem Rad ihre stärkste Disziplin hatte.
Bei den Männern hat für den TUSPO Benjamin Paul den Vogel abgeschossen: Rang 10 in unglaublichen 1:02:12,9 Stunden. Auch er hat seinen Platz auf der Radstrecke gemacht, denn der offiziell für den ASC an den Start gegangene Holger Ludwig (Rang 15) war sowohl im Wasser als auch auf der Laufstrecke schneller. Unser Neumitglied Ingo Litzbarski hatte auch richtig Druck auf dem Pedal und kam mit 1:08:33,0 ins Ziel. Wahrscheinlich hat ihn seine kleine Verfolgungsjagd mit einem der Schiedsrichter im Parc Fermé (Flucht vor einer Ermahnung wegen Fahrens in der Wechselzone) unnötig Kraft gekostet. Solche Radkurier-Allüren gern, aber bitte nicht im TUSPO-Trikot! Ralf Müller, Jens Claussen und Peter Schneider kamen in ihren Altersklassen mit ordentlichen Plätzen 14, 16 und 17 ins Ziel, was für Peter reichte, um sich in der GÖ-Challenge gerade noch in die Top Ten zu schieben. Daniel Bätzing hatte nach eigener Aussage das halbe Schwimmbecken leergeschluckt und musste daher die beiden übrigen Disziplinen etwas verhaltener angehen.
Ganz großes Kompliment an Henning Müller, der als einziger Starter der Klasse „Senioren 7“ mit einer Gesamtzeit von 1:30:15,8 Stunden noch knapp 85 von etwa 400 Jüngeren hinter sich ließ und damit alle fünf Wettkämpfe der GÖ-Challenge ehrenhaft abgeschlossen hat. Schöne Geste der GöSF: Alle Sportler, die sämtliche Wettkämpfe der GÖ-Challenge bestritten und zu Ende gebracht hatten, erhielten zur Ehrung eine Medaille.
Ein herzliches Dankeschön geht an den TUSPO-Fanclub, angeführt von Frieder mit seinem Megaphon. Bei soviel Anfeuerung lässt sich auch in völlig erschöpftem Zustand noch einmal der Turbo zünden.
Zu guter Letzt noch ein Aufruf an Rennrad-Puristen: So ein Triathlon macht richtig Laune. Probiert es nächstes Jahr aus! Wenn man als Rennradler das Schwimmen knapp überlebt, fliegt man danach auf dem Rad an der Konkurrenz vorbei, wie an einer Reihe Eimer (wo hat man das sonst?) und das Laufen geht schon irgendwie, auch wenn der erste Kilometer so richtig weh tut. Aber das ist es doch, was wir wollen, oder?
Von Peter Schneider
„Not bad for an old man“ - Benjamin beim Triathlon 10. [31.08.2010]
Als Lance Armstrong seine letzte siegreiche Tour vor seiner mehrjährigen Pause beendet hatte, hinterließ er das denkwürdige Zitat „Not bad for an old man!“ Dieses Zitat würde ich mir gern ausleihen, um mein Abschneiden beim Göttinger Volkstriathlon in das passende rosige Licht zu rücken:
Die nur wenigen Wochen Vorbereitungszeit hinderten mich im Vorfeld der Veranstaltung natürlich nicht daran, in angemessener Zurückhaltung über Topplatzierungen zu fantasieren. Manch knallharte Schwimmeinheit, in der ich an und über die Grenzen des Menschenmöglichen gegangen bin, wurde nur durch den Gedanken an kommende Erfolge erträglich. Und bei Wochenumfängen von bis zu 20 Kilometer Laufen, war ich am Renntag froh, dass ich es ohne Ermüdungsfraktur bis ins Schwimmbecken geschafft hatte. In meiner appetitlich roten Wurstpelle stand ich nun zitternd in den kalten Fluten und konnte nur durch brutalstmögliches Schwimmen einen Einbruch in meiner schlechtesten Disziplin vermeiden. Die Einsamkeit der Radstrecke, der böige Gegenwind, die dramatisch dräuenden Regenwolken, die recht laxe Befolgung des Windschattenverbots durch die vor mir Fahrenden, alles verschwamm zu einem schmerzhaften Film von etwa mehr als einer halben Stunde. So hart wie ich Rad gefahren war, so hart war auch jetzt mein ganzer Bauchbereich, so dass ich vor Schmerzen im Zwerchfell die direkt vor mir laufenden Starter ziehen lassen musste. Mehr oder weniger würdevoll schlich ich über die Wege und wurde noch kurz vor Schluss von einem irre sprintenden Athleten überholt. Als ich ins Ziel kam, dachte ich, ich wäre vielleicht im vorderen Drittel. Nicht schlecht, aber auch nicht gut. Schlussendlich bin ich aber 10. der Gesamtwertung geworden – wahrlich, und hier schließt sich der Kreis, „Not bad, for an old man!“ Und für den Tuspo bedeutete dies die beste Platzierung eines Göttinger Starters!
Die Terminologie mag man mir nachsehen, aber wer Triathlon betreibt, muss sich auch szenetypisch artikulieren. Ach, hatte ich erwähnt, dass ich mir in der Woche vor dem Wettkampf noch was eingefangen habe, dies erst der x.-te Wettkampf ist und beim Radfahren gar nichts lief? Nein? Na dann aber…
Von Benjamin Paul
Radsport nonstop: Tusporaner beim 24-Stunden-Rennen [26.08.2010]
Eine Herausforderung der ganz besonderen Art haben am vergangenen Wochenende jene vier Tusporaner auf sich genommen, die sich an die Startlinie des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring gewagt haben. Das Mega-Event mit insgesamt 24 Rennen in verschiedensten Sportarten und Kategorien lockte rund 3500 Starter in die Eifel.
In Zweierteams gingen dabei die Tuspofahrer Horst Patzelt und Tom Johnen sowie Peter Schneider und Jens Claussen an den Start.
Zu absolvieren war jeweils eine 25 Kilometer messende Runde auf der ehemaligen Formel1-Strecke. Viele Stiche sowie Passagen mit bis zu 18 % Steigung sorgten für insgesamt 500 Höhenmeter pro Runde.
Nach 24 Stunden hatten Jens und Peter 19 Runden absolviert und belegten damit Rang 70 unter mehr als 120 Zweierteams. Horst und Tom, für die am Ende sogar 21 Runden zu Buche standen, kamen auf den 47. Rang.
Zur Homepage des Veranstalters mit allen Ergebnissen geht es [hier...]
„Der Motor hat gebrummt“ - Frieder wird 3. in Altenburg [24.08.2010]
Ein Radrennen, dass das Prädikat „unvergesslich“ verdient, hat Frieder Uflacker am vergangenen Samstag in Thüringen erlebt.
Schuld daran war weder die Gegebenheit, dass das Wenzelkriterium in Altenburg als Nachtrennen ausgetragen wird. Noch, dass sich der ohnehin späte Startschuss des 75 Kilometer langen A/B/C-Rennens auf 23:15 Uhr verzögert hat. Sondern vor allem die Tatsache, dass Frieder trotz 56 (!!) Kriteriumspunkten am Ende „nur“ Dritter geworden ist. Die Erklärung für dieses Absurdum liegt in jener Regel begründet, die die Rennsprecher bei Kriterien zuweilen in ihr Mikrofon brüllen: „Rundengewinn vor Punktgewinn, meine Lieben. Rundengewinn geht vor Punktgewinn!“.
Und tatsächlich war es in der Nacht vom Samstag auf Sonntag dem Fluchtduo Mathias Friedemann (Dresden) und Sascha Damrow (Gera) gelungen, das Hauptfeld auf dem 1,2 Kilometer langen Rundkurs zu überrunden.
Frieder hat sich derweil etliche Wertungen gesichert: „Ich hatte so tolle Beine wie schon lange nicht mehr“, berichtet er. „Deshalb war ich häufig mit einem frühen Antritt bereits 1000 Meter vor der Wertungsabnahme auf und davon. Der Motor hat also richtig gebrummt.“
Zwischenzeitlich fuhr Tuspos Topfahrer sogar für 10 Runden als Solo-Ausreißer an der Spitze. Dass sein Traum, ebenfalls das Feld zu überrunden, geplatzt ist, dafür waren Friedemann und Damrow verantwortlich, die im Feld gemeinsam arbeiteten.
Unzufrieden war Frieder deshalb jedoch nicht: „Nach meiner zweiwöchigen Rennpause habe ich wieder sehr gut ans Renngeschehen anknüpfen können“, so der 33-Jährige. Von jetzt an stehe für ihn „der Formschliff für das Göttinger Altstadtrennen im Fokus.“
Um 1:15 Uhr folgte die Siegerehrung. Frieders Trikottaschen waren zweifellos am prallsten mit Wertungspunkten gefüllt – und doch durfte er nur die niedrigste Stufe des Podiums betreten.
Aber der härteste Tagesabschnitt, der sollte ohnehin noch folgen: Die Heimreise nach Göttingen...!
Jugendfahrer bei Kleinem Preis von Buchholz ganz groß
Während Frieder also wieder gen Heimat fuhr, da dürften die Tuspo-Jugendfahrer geschlafen haben, um Kraft für ihr Rennen am nächsten Tag zu tanken. Nachdem sie zu Saisonbeginn bereits am „Großen Preis von Buchholz“ teilgenommen haben, stand für die Youngster am vergangenen Sonntag der „Kleine Preis von Buchholz“ an. Ganz groß trumpften drei Fahrer aber dennoch auf: In der U15-Klasse schaffte es Ben Conrady auf Rang zwei.
Bei den Jüngsten konnten sich die Ergebnislisten vor dem Namen „Hessel” wieder einmal kaum retten: Und zwar nicht nur wegen Max, der in der U13-Lizenzklasse Zweiter wurde, nachdem er sich in einem Trio abgesetzt, die restliche Meute bereits früh überrundet und im Zielsprint den zweiten Platz abgesichert hat. Sondern auch wegen Jakob, der in der Schülerklasse der Geburtsjahrgänge 1999 bis 2000 den dritten Platz belegte.
Erik Breuer und Niclas Große platzieren sich
Weitere Tusporaner haben am Wochenende bei B/C-Rennen in Niedersachsens Norden ihr blau-weißes Outfit präsentiert. Dabei schlitterte Erik Breuer am Sonntag mit seinem elften Rang beim Bramscher Gartenstadt-Kriterium nur haarscharf an einer Platzierung vorbei. Platziert hatte er sich jedoch bereits am Vortag, als er beim Osnabrücker Radkriterium als Fünfter ins Ziel kam. Zwei Plätze vor B-Fahrer Niclas Große, der Siebter wurde und damit seine dritte Platzierung eingefahren hat. Und es gibt da eine Sache, die insbesondere den 20-jähirgen Niclas anspornen dürfte:
Noch ist die Saison nicht vorüber...!
MTB-Rennen: Von Chamäleons und Killer-Eichhörnchen [24.08.2010]
Dass Wolf-Dieter Brandt seine Kraft nicht nur auf den Asphalt übertragen kann, wie er mit seinem starken Auftritt beim „Alpenbrevet“ am vergangenen Wochenende gezeigt hat, sondern auch auf Schlamm- und Schotterpisten, das stellte er beim Mountainbike-Marathon in Zierenberg unter Beweis:
In der Halbmarathon-Strecke über 53 Kilometer und 1280 Höhenmeter wurde der Tuspoakteur am Sonntag insgesamt 11. unter 343 Startern. Zudem belegte der Seniorenfahrer in seiner Altersklasse Rang 2.
Zieht man in Betracht, dass für Wolf am nächsten Wochenende mit dem Ötztaler Radmarathon wiederum ein „Asphaltrennen“ auf dem Wettkampfplan steht, so kann man sich nur schwerlich von der Vorstellung loslösen, dass er die Wandlunsgabe eines Chamäleons besitzt, was seine Adaptionsfähigkeit zwischen dicken Reifen mit Profil und dünnen 28-Zoll-Straßenreifen betrifft.
Am Mountainbikerennen des „Run & Bike 4 help“-Events in Elliehausen hat am Wochenende zuvor Benjamin Paul teilgenommen. Sein Erlebnisbericht:
„In den Tagen vor dem Elliehäuser „Run & Bike 4 help“ war der Wetterdienst eine konstante Quelle von Unwohlsein. Nicht nur, dass Regen angesagt war, es war starker Regen und Gewitter angesagt. Da schlottern dem verweichlichten Rennradfahrer die Knie, denn Asphalt und Schlamm unterscheiden sich doch in Nuancen, was den Grip angeht.
Trotzdem stand ich mit erstaunlich guter Stimmung am 15.8.2010 am Start, wo ich noch Peter Schneider in unseren Farben traf. Nach dem Startschuss ging es los wie die Post. Ohne die Spannung auf das Ergebnis verderben zu wollen, kann ich gleich hier anmerken, dass meine Gewissheit, dass man dieses Tempo keine 10 Kilometer durchhalten kann, komplett falsch war. Aber dazu später. Frohen Mutes ging es in die ersten Anstiege, wo mich zum ersten (und nicht zum letzten Mal) die Lokomotive Peter überholte. Im nachfolgenden Singletrail kam richtig Freue auf und auch die folgenden langen Bergpassagen waren gut zu befahren. Leider quälte mich die ganze erste Runde die Angst, nicht genug Essen dabei zu haben, so dass es nicht so ganz rund lief. Trotzdem konnte ich mit kaum zu beschreibender Eleganz alle Hindernisse auf der Strecke überwinden, den zu durchquerenden Tunnel (mit Leuchtmarkierungen – wow!) unbeschadet überstehen und an den Bergen Platz für Platz gut machen. Gleiches gilt auch für Peter, denn kaum war der Berg da, kam er schon von hinten. Zum Schluss der ersten Runde schloss ich mich mit einem Triathleten zusammen und so absolvierten wir mit „positiver Konkurrenz“ einen großen Teil der weiteren Strecke. Peter blieb ein wenig zurück, aber war ja schon fast im Ziel, während sich für uns nach zirka 2 Stunden noch eine Runde auftat. Hatten wir am Anfang noch miteinander gesprochen, so wurden wir mit jedem Berg stiller, jeder fuhr gegen seine eigenen Schmerzen. Keiner nahm das Tempo heraus, doch auch keiner attackierte. Stilles Leiden in wunderbarem Wald. Als meinen Begleiter dann ein Krampf erwischte, nahm ich die Beine in die Hand und sauste davon, denn Streckenposten hatten mir zugeflüstert, ich sei unter den Top 10 – was im übrigen nur so ganz grob stimmen sollte. Diesen Platz wollte ich gern verteidigen und so fuhr ich, was die Beine hergaben und immer am Rande eines fulminanten Ganzbeinkrampfes. Nach über 4 Stunden kam ich erschöpft aber glücklich und stolz auf die erbrachte Leistung ins Ziel. Dieser Stolz hielt so lange, bis ich die Ergebnisse sah: Fast eine Stunde hinter dem Gewinner bei 4 Stunden Fahrzeit! Dabei bin ich kein Mal gestürzt, hatte keinen Einbruch und fuhr auch nicht mit einem Vorkriegsrad. Chapeau an den Sieger! Spaß gemacht hat es trotzdem und wie. Jetzt will ich auch ein superschnelles Rennfully, denn es wird wohl doch nur daran gelegen haben...
Vielen Dank an all die Helfer in Elliehausen und auf der Strecke. Super Ausschilderung! Mögen jene Menschen, die die Schilder gestohlen haben, von Eichhörnchen gefressen werden.
Und: Das war nicht der letzte MTB Marathon, so viel ist sicher.“
Die Ergebnislisten aller Events gibt es auf der Homepage des Veranstalters: [hier...]
Von "Alp-Träumen", Wattwerten & heizenden Holländern [19.08.2010]
277 Kilometer und knapp 7000 Höhenmeter hat Wolf-Dieter Brandt am vergangenen Sonntag überwunden und damit die "Platin-Tour" des Alpen-Brevet erfolgreich überstanden.
Nach 12:17 Stunden kam der Tuspofahrer erschöpft, von Regenschauern durchnässt, aber glücklich ins Ziel.
Hautnah berichtet er von seinen wetterbedingten "Alp-Träumen", von Wattwerten sowie von einem heizenden Holländer...
Um 6:45 Uhr fiel der Startschuss und es gab - Überraschung - keinerlei Reibereien um einen Platz in der ersten Reihe. Ich hätte mich da bequem und ohne Rangeleien reinstellen können, aber angesichts von 277 Kilometern Fahrstrecke sollte Jedem klar sein, dass auf den ersten Metern nichts entschieden wird. Die Wetterprognose war schlecht, die Optimisten wie ich rechneten mit Regen ab 17 Uhr während der Auffahrt zum letzten Pass.
Von den drei Optionen hatte ich die Platin-Tour über 5 Pässe gewählt. Jedoch musste bereits am Donnerstag der erste Pass (Grimsel) wegen einer Mure gesperrt werden,
sodass man uns statt über die schweizer Alpenpässe Grimsel und Nufen nun über Susten und Gotthard nach Airolo schickte. Da ich keinen der Pässe kannte, war mir diese Änderung egal.
Ich hatte mir gegen Leihgebühr von Frieder eine Leistungsmessnabe geliehen (Informationen dazu: [hier...]) und war festen Willens, eine bestimmte Grenze nicht -
auch nicht kurzzeitig - zu überschreiten. Also ging es locker in die ersten 100 Höhenmeter Anstieg am Ortsausgang und einige Ungeduldige preschten gleich vorbei. Den Hügel ging es auch gleich
wieder hinunter, bevor der Aufstieg über gut 1500 Höhenmeter zum Susten begann, wobei sich allmählich alles in die Länge zog. Meinen Leistungsmesser stets im Auge, fand ich sogar die Zeit, ein
paar Fotos zu schießen und ein paar Worte mit einem jungen Höllander zu wechseln. Die Straßen blieben trocken und so erreichten wir nach 1:45 Stunden den Scheitel. Die Flaschen gefüllt, Gels und
Riegel eingesteckt, ging es durch den Tunnel und danach hinein in den Regen - die Wetterprognose der Realisten hatte uns eingeholt!
Die folgende Abfahrt war die erste von vier „Alp-Träumen“ auf Rädern: Nach wenigen Minuten war ich so ausgekühlt, dass mein Rad anfing zu schwingen. Eine
kurzer Halt und Check der Räder und des Vorbaus ließen in mir die Erkenntnis reifen, dass ich vor Kälte so stark zitterte, dass das Rad zu Schwingen begann. Beide Oberschenkel versetzt gegen das
Oberrohr gepresst ließen diesen Schaukelzustand beenden. Wirklich warm wurde es dadurch aber nicht.
In Wassen ging es auf einer mit Autos gefüllten alten Gotthardstraße nach Andermatt und weiter auf den Gotthardpass. Da es trocken blieb, konnte ich die Abfahrt nach Airolo genießen und das
einzige Mal ungebremst in die Tiefe heizen. In Airolo war es warm, Essen und Getränke aufnehmen war angesagt, bevor ich mit vier fitten Mitstreitern eine Gruppe bildete, um die folgenden 40
Überbrückungskilometer mit stetigem Gefälle anzugehen. Wir holten unterwegs ein paar Fahrer auf, mit sieben Leuten erreichten wir nach kurzweiliger und schneller Fahrt an der nächsten Verpflegung
eine weitere Gruppe. Mit diesen 12 Mann wollten wir die 40 Kilometer lange und knapp 1600 Höhenmeter „kleine Rampe“ zum Luckmanier nehmen. Nach 5 Kilometern zog der Holländer das Tempo an, ich
achtete schön auf den Leistungsmesser und so zogen wir beide von dannen. Auf dem Pass hatte ich dann einige Minuten Vorsprung, die ich mit Kleiderwechsel, Überschuhen und 5 Bechern heißer Brühe
wieder verplemperte.
In der Abfahrt hatte ich jedoch den Holländer verloren und so musste ich in dem folgenden Anstieg zum Oberalp wieder auffahren. Diesmal kamen wir beide oben an, meine
Pause war wieder länger, meine Abfahrt wieder langsamer und so musste ich den ganzen letzten Pass im Dauerregen hinaufrasen, um den Bengel wieder einzuholen. Dabei hat mich auf dem Weg zum
letzten Gipfel mein Kopf mehrmals verlassen, da der Garmin erst 5500 Höhenmeter anzeigte, der Pass aber unmöglich auf 3000 Metern Höhe liegen konnte und ich einfach nicht glauben wollte, nach
über 11 Stunden jetzt noch weitere 1500 Höhenmeter fahren zu müssen. Kurz bevor ich am Scheiteltunnel den Holländer wieder vor mir sah, wurde mir klar, dass dieses blöde Gerät die vielen
Auffahrten in Tunneln nicht mitgemessen hatte. Wie dem auch sei: Das Inferno konnte beginnen. Regen, Wolken, Sichtweiten von 50 Metern und schlotternde Arme ließen keine wirkliche Abfahrt
mehr zu. Aber das ging auch anderen so, und so überholte ich sogar noch einige Fahrer.
Nach gefühlten zwei Stunden im Regen erreichte ich Innertkirchen, von dort ging es einen kleinen Stich von 80 Metern Höhe hinauf, den ich im Stehen auf Scheibe
förmlich überflog. Und so kam es, dass ich die größten Leistungswerte des Tages ausgerechnet 5 Kilometer vor dem Ziel auf die Pedale brachte...der Kopf....es ist eben immer nur eine Sache des
Kopfes.
Nach 12:17 Minuten erreichte ich völlig durchnässt, aber glücklich, das Ziel.
Einziger Wermutstropfen: Ausgerechnet im Zielort habe ich mich mangels Beschilderung verfahren und so einen Platz verloren. Der Holländer, ausgerechnet ein Holländer,
nahm mir auf der Abfahrt noch 9 Minuten ab.
Mein Abschlusskommentar: „Ich liebe mein Leben. Und: Alpen sind einfach das Geilste!“
Nils Schachtebeck setzt seine Siegesserie fort [17.08.2010]
Nicht nur nach Osnabrück und Sachsen, sondern sogar in die Alpen hat es am vergangenen Wochenende die Radsportler des Tuspo Weende verschlagen: Während Wolf-Dieter Brandt am 277 Kilometer langen „Alpenbrevet“ teilnahm und Lorenz Fiege bei den Landesmeisterschaften der U19-Jährigen sechster wurde, fuhr Nils Schachtebeck seinen zweiten Saisonsieg ein.
Mit großen Erwartungen haben die Jugend-Radsportler des Tuspo Weende am Robert-Förster-Nachwuchscup in Sachsen teilgenommen. Nils Schachtebeck unterstrich durch seinen Sieg im Rennen der U17 seine bestechende Form. Unterstützung auf dem 30 Kilometer langen Kurs bot sein Teamkollege Fiete Lembeck, der als 8. ins Ziel kam.
Unterdessen demonstrierte Niclas Große, der zu Saisonbeginn aus der C-Klasse aufgestiegen war, dass er sich inzwischen in der B-Klasse etabliert hat: Im Eliterennen im sächsischen Krostitz schaffte es der 20-Jährige auf Rang 3.
An den „Landesmeisterschaften Berg“ in Osnabrück hat U19-Fahrer Lorenz Fiege teilgenommen. Nach 35 Kilometern und 1000 Höhenmetern fuhr er als erster der Verfolgergruppe und als insgesamt sechster über die Ziellinie. Völlig zufrieden war er
jedoch nicht: „Ich denke, dass ein taktischer Fehler Mitte des Rennens eine bessere Platzierung verhinderte“, so Fiege.
Reichlich Höhenmeter gesammelt hat auch Wolf-Dieter Brandt, der am 277 Kilometer langen „Alpenbrevet-Rennen“ teilgenommen hat. Trotz extremer Witterungsverhältnisse bezwang der Göttinger 7000 Höhenmeter und erreichte nach 12:17 Stunden das Ziel. Zweifellos eine optimale Vorbereitung auf den renommierten „Ötztaler Radmarathon“ am letzten Augustwochenende, der in diesem Jahr rund zehn Tuspofahrer ins österreichische Sölden locken wird.
Nachtrag:
Auch Michel Schachtebeck hat am Robert-Förster-Nachwuchscup teilgenommen. In der Kategorie U15 kam er auf Rang 10.
Bärenstark war der Auftritt von Nils, dem es gelang, die ersten 3 Kriteriumswertungen für sich zu entscheiden. Die 4. Wertungsrunde hat er laut eigener Aussage anfangs „verpennt“, konnte aber trotzdem noch aufholen, sodass er schließlich selbst in dieser Runde noch den zweiten Platz und 3 Punkte einfuhr. In eben dieser Runde konnte auch Fiete glänzen und sich 2 Punkte sichern.
Für Nils war das Rennen dank seiner 18 Punkte nun schon entschieden. Er hat das natürlich zuerst mal wieder gar nicht mitbekommen. Also gab er noch einmal Gas und holte sich dann in der Endrunde auch die letzten Punkte, so dass er insgesamt 24 Zähler auf seinem Konto hatte.
Der Zweitplatzierte wies 17 Punkte auf, der Drittplatzierte hatte 10.
Fiete hingegen hätte gute Chancen auf den dritten Platz gehabt, wenn er sich nicht verrechnet hätte. Er war im Eifer des Renngefechts durcheinander gekommen.
Doch wie hat es einst ein sehr weiser Fußballtrainer während eines Hallenturniers formuliert – wobei sich seine Fußballweisheit auch problemlos auf Kriterien im Radsport übertragen lässt:
„Wenn man jede Partie („Wertungsrunde“) gewinnt, dann braucht man nicht zu rechnen“...
Hessel’scher Doppelschlag in Hessen! [09.08.2010]
Max Hessel fährt in Hanau einen Sieg ein!
Eifrig Rennkilometer sammelten Tuspos Radsportler am vergangenen Wochenende - und das kam nicht von ungefähr:
Der Rennplan hielt neben dem abschließenden Zeitfahren des "AOK-Zeitfahrcups" in Hemeln vor allem für die Jugendfahrer weitere Events bereit. So kämpften die Youngster sowohl auf niedersächsischem als auch auf hessischen Territorium um die entscheidenden Meter. Ihre bestechende Form demonstrierten Max Hessel sowie sein Bruder Jakob in Hanau, indem sie in der Rennklasse U13 gleich zwei Siege holten.
Bereits in der U13 Lizenzklasse dominierte Max Hessel während des gesamten Rundstreckenrennens in der Stadtmitte von Hanau. Am Start standen die Landesspitze Hessens, sowie die Talente aus Bayern und Thüringen. Auf einem anspruchsvollen kurvenreichen Rundkurs von nur 700 m, teilweise gepflastert mit Kopfstein, konnte sich Max bereits in der ersten Runde an die Spitze setzen. Während des gesamten Rennens gab er das Tempo vor. Nach 4 von 20 Runden setzte er sich mit 2 weiteren Fahren vom Hauptfeld ab und überrundete bereits in der 6 Runde die ersten Fahrer. Nur ein weiterer Konkurrent konnte seinem Tempo einigermaßen standhalten. Zusammen überrundeten beide den Vierten des Rennens in der 17 Runde.
Verdient und zufrieden wurde nach dem Rennen der Pokal für den ersten Platz überreicht.
In der folgenden U13-Hobby-Klasse ging dann Jakob Hessel an den Start. Schon am Start schien die Sache klar. Die mindestens ein Kopf größere Hauptkonkurrentin vom gastgebenden Frankfurter Verein war schnell als absolute Favoritin ausgemacht. Bereits wenige Meter nach dem Start wurden diese Karten neu gemischt und der Tagessieger dieser Klasse setzte sich in die Führungsposition, die er folglich auch nicht mehr abgab. Mit einer Distanz von fast 200 Metern musste sich die Favoritin dem Tusporaner geschlagen geben.
Unterdessen haben Michel und Nils Schachtebeck sowie Fiete Lembeck beim Rennen in Osterweddingen teilgenommen. Dabei erreichte Michel in der Rennklasse U15 den 10. Platz, Nils wurde in der U17 gar 6. Für Nils nach seiner krankheitsbedingten Rennpause ein toller Erfolg.
Fiete war zwar extrem gut drauf, musste das Rennen aufgrund von Magenproblemen jedoch vorzeitig beenden.
Zusätzlich zu diesen „Auswärtsrennen“ fand auch noch das 3. Rennen des AOK-Zeitfahrcups in Hemeln statt. Die Ergebnisse finden sich auf der Seite von Personal Sports: [hier...]
U23-Fahrer und Jedermänner in Braunschweig am Start [26.07.2010]
Morgens, halb sechs in Göttingen: Die beiden U23-Fahrer Timo und Marius entführen den Tuspo-Bus nach Braunschweig, um den Startschuss ihres Rennens der C-Eliteklasse auch ja nicht zu verpassen. Um 9:34 passieren die beiden den Zielstrich. Was dazwischen lag, war neben 70 Rennkilometern und einigen Antritten auf dem flachen 2-Kilometer Rundkurs vor allem ihr Erstaunen darüber, dass fast 100 Starter am frühen Sonntagmorgen nichts besseres zu tun hatten, als auf zwei Zentimeter breiten Reifen durch den Prinzenpark zu heizen.
Unschlüssig ob der optimalen Kleidung (von wegen Sommer: warm ist was anderes...) stellten sie sich um 8 Uhr an die Startlinie des C-Eliterennens. Unterstützung bot Andreas, per Privatkarosse und mit weiblicher Unterstützung in den Norden kutschiert.
Am Ende reichte es für Timo für den 25. Platz, Marius kam knapp dahinter ins Ziel.
Das Fahrerfeld wurde größer, die Sonne zeigte ihr Gesicht, als um 10:30 die Jedermänner auf die Strecke „Rund um den Elm“ geschickt wurden. 61 Kilometer warteten darauf, von den Fahrern überwunden zu werden. Darunter ein Stich von 2,5 Kilometern Länge, der sich das Prädikat „Steilrampe“ wirklich verdient hat, weil ihm 10-12 Prozent Duchschnittssteigung eigen waren.
Während David Pohl mit sich nicht ganz zufrieden sein konnte („Letztes Jahr war ich deutlich schneller!“), zeigte Konne eine eindrucksvolle Leistung: Trotz einer längeren Rennpause kam er in der Spitzengruppe ins Ziel. Dass er am Ende nicht mehr mitsprintete, schmälert seine Leitung indes kaum:
„Ich bin zufrieden. 2 Wochen lang war ich krank gewesen und nun bin ich mit der Spitzengruppe ins Ziel gekommen“, bilanzierte er. Sein Erfolgsrezept?
„In Braunschweig bin ich doch früher zur Schule gegangen – ich kenne also jeden Pflasterstein“, sagte er mit einem Augenzwinkern.
Konne konnte sich glücklich schätzen - zumal er unter 300 Fahrern als fast letzter gestartet war und deshalb mit Sicherheit jener Fahrer gewesen ist, der im Rennverlauf die meisten Konkurrenten überholt hat. Schade, dass es dafür keine gesonderte Wertung gibt...
Im Anschluss an den Zieleinlauf der Jedermänner begaben sich die Jugendklassen auf die Strecke: Dabei kam Max Hessel im Rennen der U13 als 4. ins Ziel, Michel Schachtebeck bei den U15-Jährigen als 5.
Timo und Marius hingegen entschlossen sich nach der Beendigung ihres eigenen Rennens dazu, die weiteren Wettkämpfe von einer Parkbank aus mit anzusehen. Umwogen von Sonnenstrahlen füllten sie ihre Energiereserven auf und hatten anschließend keine Mühe damit, zu „chillen“. Man mag es den beiden nicht verdenken, dass sie im Prinzenpark dann auch endlich dazu kamen, das zu tun, was sie in der Nacht zuvor so schmerzlich vermisst hatten: Schlafen!
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Frieder 4. bei Bremen Challenge, SWB nutzt Heimvorteil [20.07.2010]
So wie die Franzosen in diesem Jahr ihr Heimatrennen, die Tour de France, dominieren, so dominierten auch am vergangenen Sonntag die Fahrer des Stadtwerke-Bremen-Teams die „Bremen Challenge“. In dem Rennen der A-/B-/C-Klasse waren jedoch nicht nur elf Fahrer des SWB-Teams am Start, sondern auch fünf Tusporaner. A-Fahrer Frieder Uflacker spurtete auf Rang 4, Julian Sinske auf Rang 13.
80 Elitefahrer wurden am Sonntag zur erstmals ausgetragenen „Bremen Challenge“ in die Hansestadt gelockt. Auf einem 1,6 Kilometern langen Kurs mit der Form des Buchstaben „L“ (mit einer engen und einer weiten 180-Grad-Kurve) sprinteten die Fahrer dem Zielstrich entgegen.
Vom Startschuss bis zum Sprintfinish nach 62 Kilometern stets vorne präsent war Frieder, der zwischenzeitlich sogar in einer 10er-Ausreißergruppe die blau-weißen Farben hochhielt.
Zudem zeigten sich auch Niclas und Peter immer wieder gern im vorderen Bereich des Feldes. Fleißiger als eifrige Arbeitsbienchen wirkten sie, als sie immer wieder anfallende Löcher schlossen. Doch es war exakt dieser Übereifer, der Peter zum Verhängnis wurde:
„In dem U-Turn vor dem Ziel habe ich ein wenig zu früh das Pedalieren wieder aufgenommen. Mit der Pedale setzte ich links auf dem Asphalt auf, sodass ich nach rechts wegkippte und stürzte“, berichtete er.
Ein Glück, dass Peter nichts passiert ist – mit Ausnahme von einigen Schrammen (die im übrigen insofern etwas Positives hatten, als dass sich Peter in der mobilen Dusche des ASB erfrischen durfte).
Anerkennung gebührt ihm dafür, dass er das Rennen bis zum Ende durchgestanden hat!
Denn trotz des flachen Kurses schafften es schlussendlich nur 35 Fahrer ins Ziel. Leidtragender der vielen Antritte nach den Kurven wurde Timo, der nach der Hälfte des Rennens aussteigen musste. Nicht, dass er am Ende um den Sieg hätte mitsprinten können – aber der Knackpunkt kam, als vor ihm plötzlich vier Fahrer scheinbar keine Lust mehr verspürten, die Lücke zum Hauptfeld zu schließen.
Wesentlich besser schnitt Julian Sinske ab, der als 13. ins Ziel kam. Dass er mit seiner Leistung haderte, lag vor allem daran, dass er nicht zum ersten Mal in der Saison die TopTen nur knapp verfehlte.
Die meiste Aufmerksamkeit erregte bei den Zuschauern jedoch die SWB-Mannschaft. Die elf Fahrer des Bremer Teams sorgten dafür, dass die letzten beiden Rennminuten spannender wurden als auch nur irgendeine der diesjährigen Tour-de-France-Etappen:
1,6 Kilometer sind es bis zum Ziel. 4 Fahrer sind vorn, darunter Frieder. Vorsprung: 10 Sekunden. Das Hauptfeld wird angetrieben durch rot-schwarze Trikots: 5 SWB-Fahrer teilen sich die Führungsarbeit und setzten nicht weniger als alles daran, die Ausreißer zu stellen.
Der Vorsprung schmilzt - die SWB-Hoffnung steigt. Vereint ist die Kraft ihrer rotierenden Beine, die dafür Sorge tragen, dass in der Kurve vor dem Ziel der Kontakt der beiden Gruppen wieder hergestellt ist. Eine dramatische Schlussphase erreicht ihren Höheunkt, als die Ausreißer auf der Zielgeraden geschluckt werden. Alle Ausreißer werden durchgereicht, bis auf einen:
Frieder Uflacker! Ihm gelingt es tatsächlich, auf den SWB-Zug aufzuspringen. Sein Lohn? Platz 4!
Rennsieger wurde der 19-jährige Julian Hellmann von SWB, 2. Mario Reinel, ebenfalls von SWB und 3. Robert Müller - man mag es glauben oder nicht - ebenso von der SWB.
„Ich befand mich in der letzten Runde direkt hinter dem Zug aus Bremen-Fahrern“, erinnert sich Niclas. „Die haben ein solches Tempo vorgelegt, dass wir auf der Geraden mit Gegenwind 54 Km/h auf dem Tacho hatten“. Scherzhaft fügt er an: „Wenn ich noch genug Kraft gehabt hätte, wäre ich am liebsten zu ihnen nach vorne gefahren und hätte sie gefragt, ob sie das ernst meinen...“
Und wer immer meint, dass die durchschnittliche Renngeschwindigkeit von 44 Stundenkilometern bereits den Höhepunkt der Schnelligkeit gebildet hätte, der wurde durch die 232 Km/h (bei 186 PS), die Peter während der Rückfahrt mithilfe seines Firmenwagens auf die Autobahn zauberte, eines besseren belehrt...
Notiz am Streckenrand: SW Bremen ist im übrigen das Team, für das Frieder noch in der vergangenen Saison an den Start gegangen ist.
Ein Sieg, ein 3. Platz: Nils Schachtebeck trotz Hitze eiskalt [12.07.2010]
Während sich am Wochenende einige Tuspo-Fahrer im Freibad vergnügten oder ihre kurze Ausfahrt dahin legten, „wo immer der Schatten sie hinführen mochte“, ist Nils Schachtebeck über den glühenden Asphalt geheizt. Mit Erfolg: Beim Kriterium in Herford fuhr der U17-Fahrer einen Sieg ein, beim „Großen Preis der Stadt Fulda“ kam er als Dritter ins Ziel.
Bereits am Freitag hat Nils sein Rennwochenende mit einen Paukenschlag eröffnet:
Nachdem er sich beim Kriterium in Herford zwei Wertungen hintereinander gesichert hatte, holte er sich am Ende auch den Gesamtsieg. „Je höher die Temperaturen, umso besser“, so scheint seine Devise zu lauten.
Dass am Sonntag das Wetter noch immer sehr gut mitspielte, das nutze Nils eiskalt aus:
Die Liebe zu seinem Rennrad und zur Hitze führten den U17-Fahrer nach Hessen. Dort holte er sich beim „Großen Preis der Stadt Fulda“ nach 36 Kilometern den 3. Platz.
Aufgrund seiner Leistung ist Nils „sehr happy“. Auch deshalb, weil er in der Rose-Rangliste mittlerweile 98 Punkte aufweist.
Eine Erklärung für die Leistungsexplosion hat Simone Schachtebeck parat: „Nils kann von dem Höllenwetter einfach nicht genug kriegen. Deshalb ist er momentan wohl einfach richtig gut drauf.“
Dem ist wenig hinzuzufügen. Allenfalls der Wetterbericht für das anstehende Rennwochenende: Sonne, 28 Grad im Schatten.
Irgendwelche Bedenken?
Für Nils mit Sicherheit nicht...
Bericht und Galerie der Fuldaer Nachrichten über den Großen Preis von Fulda: [hier...]
Hessischer Heizkessel: Michel und Nils bei Etappenrennen [06.07.2010]
Nils Schachtebeck wird 3. im Straßenrennen
Nils Schachtebeck und sein Bruder Michel sind erfolgreich vom Rennwochenende in Weilburg zurückgekehrt.
Die Etappenfahrt in der Nähe von Frankfurt begann am Samstag mit einem Rundstreckenrennen, am Sonntag folgte ein Straßenrennen.
In einen „hessischen Heizkessel“ verwandelte sich das Bergzeitfahren am Samstag Nachmittag bei 35 Grad Celsius!
Michel wurde in der Gesamtwertung solider 20., Nils ließ fast 60 Fahrer hinter sich und schlidderte nur haarscharf am Podium vorbei...
Hautnah schildert Familie Schachtebeck ihre Eindrücke:
Nachdem wir am Freitag Mittag in Weilburg angekommen sind, haben wir uns gleich auf „Streckenbesichtigung“ gemacht. „Hut ab!“, dachten wir, und dann, direkt danach:
„Hier gilt wirklich der Olympische Gedanke: Dabei sein ist alles!“.
Die Betreuer, Eltern und erfahreneren Trainer der anderen Teilnehmer erzählten uns, dass dies „die anspruchsvollste Etappen-Rundfahrt Deutschlands“ sei. Zudem offenbarten sie uns, dass hier schon „Tränchen der Erschöpfung“ geflossen wären.
Am Samstag Morgen ging es dann um 8 Uhr los mit dem Rundstreckenrennen.
Anschließend wurde gegessen, geduscht und geschlafen. Um 13 Uhr stand dann ein Bergzeitfahren auf dem Programm. Mittagshitze, 35° Grad, einfach WAHNSINN!!
Der Berg war von Zuschauern übersät. Jeder Zweite von ihnen hielt eine Wasserflasche in der Hand, um sie den Fahrern zu reichen. Und zwar nicht nur zum Trinken, sondern auch als angenehme Dusche zum Abkühlen. Bemerkenswert, dass manche Zuschauer sogar Wassereimer mit Schwämmen bei sich hatten.
Am sonntäglichen Morgen fiel dann um 9 Uhr der Startschuss des Straßenrennens.
In der U15 ging es über eine Distanz von 47 Kilometern, die U17 hatte 60 Kilometer zu bewältigen.
Berauf und bergab ging es, bergab und bergauf – immer und immer wieder...
Zwar ist Nils in der letzten Runde im Feld gestürzt. Jedoch konnte er wieder ranfahren und sich am letzten Berg den 3. Platz sichern. Und auch Michel machte am Berg etliche Plätze gut und fuhr sein Rennen konzentriert bis zum Schluss durch.
Nach einem spektakulären Rennwochenende kamen wir wohlbehalten wieder in Ebergötzen an.
Einziger Wermutstropfen: Im Gesamtklassement lag Nils nur 5 Sekunden hinter dem Drittplatzierten...
Familie Schachtebecks abschließende Bilanz? „Sehr anstrengend, aber auch super-schön!“
Die Ergebnisübersicht:
|
|
Klasse |
Starter |
Rundstrecke |
Bergzeitfahren |
Straßenrennen |
Gesamtrang |
|
Michel |
U15 |
80 |
28. |
20. |
23. |
22. |
|
Nils |
U17 |
60 |
6. |
8. |
3. |
4. (!!) |
Zum Bericht und Fotos der „Weilburger Nachrichten“ geht es [hier...]
Edermünde: Heißes Leiden & ein Orakel namens Marius [05.07.2010]
„Im heutigen B/C-Rennen holen wir eine Platzierung!“, verkündete Marius im Teambus auf der Fahrt ins hessische Edermünde.
Ein Statement, für das der U23-Fahrer nicht nur skeptische Blicke erntete, sondern auch die Missgunst seiner Teamkameraden, die sich bei 32 Grad im Schatten wahrlich anderes vorstellen konnten, als schweißgebadet um die Häuser eines kleinen Örtchens im Süden von Kassel zu heizen.
Doch Marius sollte Recht behalten: Seine Verkündung bewahrheitete sich, als Niclas Große nach 62 Kilometern tatsächlich als 5. über die Ziellinie sprintet!
Hitze hinterlässt Spuren
Affenhitze, scharfe Kurven, und dazu zwei knallharte Anstiege. Kein Wunder, dass das Fahrerfeld, in dem neben Niclas und Marius auch die Tuspo-Fahrer Björn und Oliver vertreten waren, von Beginn an zunehmend dünner wurde.
„Die ersten 15 runden waren wirklich sehr qualvoll“, blickt Niclas auf den Rennverlauf zurück.
„Am Anfang hatte ich äußerst schwere Beine, die zwei Ansteige sowie ein hohes Grundtempo haben mir ordentlich zugesetzt. Und das superheiße Wetter hat sein übriges getan. Doch im Rennverlauf gelang es mir, zunehmend ein besseres Gefühl für die Strecke zu entwickeln“, so der B-Fahrer.
Als die Kraftkurve von Niclas endlich aufwärts zeigte, nach oben, in den heiteren Himmel,
da waren bereits etliche Fahrer aus dem Rennen ausgestiegen – leider auch seine beiden Tuspo-Teamkollegen Marius und Björn.
Zwar musste auch Oliver Schreinert in seinem dritten Rennen der Saison schon früh der hohen Renngeschwindigkeit Tribut zollen und das Feld ziehen lassen. Verbissen hielt er jedoch bis zur Schlussrunde durch. Dass er dabei natürlich vom rasenden Hauptfeld einige Male überrundet worden ist, das bekümmerte ihn in etwa genauso wenig wie die Tatsache, dass er die allermeiste Zeit allein fahren musste. Respekt für diesen Einsatz!
Niclas „zufrieden“ mit dem Rennverlauf
Währenddessen gab es für Niclas vor allem einen persönlichen Ansporn, das Rennen erfolgreich abzuschließen: „Andreas Pucher-Diehl hatte mir zugerufen, dass ich nur noch der einzige von uns Vieren im Rennen sei, der etwas reißen könnte“, erinnert sich Niclas. „Und auch der Anreiz, die Ankündigung von Marius zu verwirklichen, trieb mich nach vorne“, fügt der 19-Jährige an.
Nach 39 schweißtreibenden Runden und gut anderthalb Stunden ging es für Niclas auf die letzten 1,5 Kilometer. Drei Fahrer lagen zu diesem Zeitpunkt uneinholbar vorn. Dazu löste sich ein vierter Fahrer aus dem Hauptfeld, was Niclas jedoch nicht davon abhielt, noch einmal seine gesamte Energie auf die Pedale zu übertragen:
„In der letzten Runde setzte ich mich noch einmal aus dem Hauptfeld ab, um Platz 5 abzusichern“, berichtet er. Mit Erfolg!
Auf seine Sprintqualitäten habe er sich nicht verlassen wollen, weil er wusste, „dass es mit 20 Leuten in der letzten Kurve sehr eng geworden wäre!“
„Im großen und ganzen war ich mit dem Rennverlauf zufrieden“, bilanziert Niclas.
Wobei, wirklich freuen kann er sich eigentlich nicht: „Denn nach meinem Sieg in Dautphe sind alle Platzierungen ja eigentlich nur noch überflüssige Streiche!“, fügt er mit einem verschmitzten Lächeln an.
Senioren- und Jedermannrennen mit Tuspo-Beteiligung
Im Seniorenrennen sind unterdessen Andreas Pucher-Diehl, Jan Menkens und Hans-Peter Grote an den Start gegangen, wobei vor allem Jan einige Runden vor Schluss mit einer Attacke auf sich aufmerksam machen konnte. Schlussendlich wurde Andreas 17. und Peter 14. Jan raste mit seinem 12. Rang nur knapp an den Top-Ten vorbei.
Im Jedermannrennen passierte Timo als 4. die Ziellinie. Es siegte – wie so oft bei Jedermann- und Hobbyrennen - souverän Andre Hildmann aus Witzenhausen.
Frieder Uflacker in erlesenem Feld 16.
Eine Stunde nach Beendigung des Jedermannrennens fiel der Startschuss zum Eliterennen, dem Highlight des Tages:
Mit am Start war in dieser Kategorie Frieder Uflacker, der es gegen namhafte Konkurrenten auf Rang 16 schaffte! So stark war das Feld, dass es selbst Dirk Müller – deutscher Meiser von 2006 und 20. bei den am vergangenen Wochenende zu Ende gegangenen deutschen Meisterschaften in Sangerhausen – nicht schaffte, auf der Zielgerade zu triumphieren:
Müller musste sich dem Hersfelder A-Fahrer Axel Hauschke geschlagen geben.
Selbst Radsportler des AC Sparta Prag waren in dem Rennen vertreten, das für die Kategorien „PT“ („Pro-Tour“), „PKT“ („Pro-Kontinental“), „KT“ („Kontinental“) sowie für die A-Klasse ausgeschrieben war.
Der 16. Platz von Frieder nach 78 Kilometern kann sich wirklich sehen lassen.
Umso mehr, weil der weender A-Fahrer vor dem Rennen noch skeptisch schien:
„Ich hoffe, dass ich heute mithalten kann“, so hatte sein bescheiden formuliertes Ziel gelautet.
Dass Frieder jedoch als einziger Tusporaner des Tages auf die Unterstützung seiner Vereinskameraden verzichten musste, das lag daran, dass Jan, Björn und Timo schon wieder gen Göttingen aufbrechen mussten. „Mussten“ deshalb, weil die Abenddämmerung nahte, und die drei ihre 80 Kilometer lange Rückreise über die Kasseler Hügel nicht etwa auf vier Reifen antraten, sondern auf derer zwei...
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Notiz am Streckenrand:
Bis zum Startschuss seines Jedermannrennens hatte Timo eine Menge Zeit. Und so entschloss er sich dazu, seine Kamera „zu zücken“. Das Ergebnis zeigt nicht nur, dass Hans-Peter Grote es trotz größter Anstrengung in jeder Runde schafft, ins Objektiv zu lächeln. Sondern zudem beweist eine Serienaufnahmen von Niclas Große, dass einige Radsportler sich in ihrem Rennen anscheinend gar nicht vollständig auspowern...
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Tuspofahrer trotzen der Fußball-WM - Michel Schachtebeck trumpft auf [28.06.2010]
29 Grad im Schatten, Chips, Cola, Fangesänge, Autokorsos: Die Fußballweltmeisterschaft ist in vollem Gange. Und doch können einige Tuspo-Fahrer einfach nicht die Finger von den Bremshebeln und Lenkerbändern ihrer Rennmaschinen lassen.
Sowohl beim Rennen in Himmelsthür nahe Hildesheim als auch in Kassel sind etliche Tusporaner an den Start gegangen. Dass einige Weender Radsportler tatsächlich der Fußballweltmeisterschaft trotzen, das dürfte neben der relativ geringen Entfernung zu den Wettkampforten vor allem auch an den hochsommerlichen Temperaturen gelegen haben.
Dass ein Sportler allerdings kein schwarz-rot-goldenes Jersey tragen muss, um beim Gewinnen hervorragend auszusehen, sondern dass auch ein blau-weißes Trikot diesen Ansprüchen genügt, das hat Max Hessel mit seinem Sieg in Himmelsthür in der Rennklasse U13 bewiesen.
Dahingegen erwischte U17-Fahrer Nils Schachtebeck, vergangene Woche noch bei den Deutschen Meisterschaften in Aktion, leider nicht seinen Sahnetag. Dass Nils jedoch in der brütenden Hitze die Ergebnislisten gar nicht erst abgewartet hat, das könnte womöglich zu jener Kraftersparnis geführt haben, die ihn am Folgetag hat auftrumpfen lassen:
Beim Rennen in der Kasseler Innenstadt auf einem Rundkurs von 1000 Metern Länge konnte Nils das Feld in der letzten Runde am Berg hinter sich lassen. So fuhr er souverän auf Platz 3.
Der Anstieg, an dem Nils sich vom Feld gelöst hatte, hätte wirklich schön sein können: perfekter Asphalt, ein fantastischer Ausblick, hinweg über die Wilhelmshöher Alle, hinauf zur Herkules-Statue, ein wahrlich beeindruckendes Panorama – wären da nur nicht die Anstrengungen des Rennens sowie die glühenden Sonnenstrahlen gewesen, die nicht nur die Schweißproduktion in nie gekannte Sphären hievten, sondern zugleich auch jegliche Blicke hinauf zur Herkules-Skulptur durchbrochen haben.
Von der Hitze nicht beirren ließ sich Michel Schachtebeck:
Wie einst Herkules selbst, so überzeugend ist der U15-Fahrer am Wochenende aufgetreten:
Am Samstag sicherte sich Michel in Himmelsthür dank eines „mordsmäßigen Sprints“ (Zitat!) den 3. Platz.
Und auch am Sonntag in Kassel drehte er in seinem Rennen über 25 Runden kräftig auf:
Keine Spur von Müdigkeit, Puddingbeinen oder von gestilltem Erfolgshunger.
Statt dessen setzte Michel seiner starken Leistung selbst die Krone auf, indem er mit großem Vorsprung als 2. über die Ziellinie fuhr. Dort, wo eine Leistungssteigerung nahezu unmöglich schien, hat der U15-Fahrer noch einmal einen Gang höher geschaltet...
Für Michel ist nach seinem 3. Platz am Samstag und dem 2. am Sonntag die Zielvorgabe für das nächste Rennen genau dieselbe wie die der deutschen Nationalmannschaft: Rang 1!
Ebenfalls motiviert nach Kassel gereist, aber leider deutlich weniger erfolgreich als die Youngster, waren Tuspos Elitefahrer.
Die Hoffnung, in dem überschaubaren 60-Fahrer-Feld „etwas reißen zu können“, wie Björn, Timo und Oliver vor dem Startschuss des Kriteriums gehofft hatten, wurde auf ebenso rasche wie brachiale Weise zerstört: 2 Fahrer, denen das Kunststück gelang, eine Runde auf das Feld aufzuholen, dazu eine 7 Fahrer starke Ausreißergruppe - leider ohne Tuspobesetzung - so lautete die ernüchternde Bilanz.
Ein Rennen, das bereits entschieden war, nur kurz, nachdem es begonnen hatte.
Immerhin schaffte es Björn noch einige Male, sich vom Hauptfeld loszulösen.
Die Punkte und die Prämien sicherten sich jedoch Runde um Runde die erfolgreichen Ausreißer.
Für den Sieger stand nach 65 Kilometern und 1:28 Stunden Fahrzeit tatsächlich ein Stundenmittel von 44 Km/h auf dem Tacho!
Die Enttäuschung über den deprimierenden Rennverlauf verflog jedoch zu Großteilen, als der 4:1-Sieg von Deutschland über England gefeiert werden konnte.
Gespannt dürfen wir sein, wer am nächsten Wochenende erfolgreicher sein wird:
Die deutsche Nationalelf im Kampf gegen Argentinien, oder die Tuspo-Fahrer im Kampf gegen den Rollwiderstand und gegen die brütende Hitze, aufgrund derer selbst der für gewöhnlich so verhasste Gegenwind eine wohltuend abkühlende Wirkung entfaltet...
Platz 3 für Menkens: Solofahrt von Erfolg gekrönt [28.06.2010]
Am vergangenen Samstag hat Tuspos Radrennfahrer Jan Menkens in der Seniorenklasse (ab 40 Jahre) einen Treppchenplatz errungen.
Beim Radkriterium "Nacht von Himmelsthür" konnte er durch eine mutige Soloflucht über zehn (von insgesamt dreißig) Runden zwei der Punktewertungen gewinnen und belegte mit zehn Punkten am Ende den dritten Platz.
Besser waren nur der Kasseler Sieger Viktor Slavik und der Hannoveraner Heiko Heuser.
DM: Nils Schachtebeck trotz Pannen-Pech im Mittelfeld [20.06.2010]
Tuspos U17-Fahrer Nils Schachtebeck hat bei den Deutschen Meisterschaften einen Platz im Mittelfeld erreicht. Unter 140 Fahrern landete er nach 71 Kilometern auf dem 81. Rang.
Völlig zufrieden sein konnte er nur deshalb nicht, weil ihm durch eine Reifenpanne eine bessere Platzierung verwehrt blieb.
Von Beginn an hatte sich Nils im Vorderen Bereich aufgehalten, doch ausgerechnet an einem Anstieg war ihm der Reifen geplatzt. Obwohl der Schaden durch den LV-Wagen behoben werden konnte ("in einem Mordstempo"), musste Nils das Feld ziehen lassen. Optimistisch kann er jedoch auf die Deutschen Meisterschaften im nächsten Jahr blicken, zumal er in der U17-Rennklasse dann schon zu den "alten Eisen" gehören wird...!
Gehrden: Gauers Geheimnis und Hessels Siegesserie [13.06.2010]
13. Juni 2010 nach Christus. Ganz Göttingen tritt beim AOK-Zeitfahrcup in die Pedale.
Ganz Göttingen? Nein! Eine Handvoll Tusporaner nimmt statt dessen ein Örtchen im Süden von Hannover in Beschlag.
„Gehrden“, so heißt der Ort, an dem die blau-weißen Radsportler am Sonntag vier Top-Ten-Platzierungen eingefahren haben.
Während Michel Schachtebeck in der Rennklasse U15 auf Rang 9 kam, flog sein Bruder Nils - beflügelt von der Nominierung für die Deutschen Meisterschaften der U17 - nach 26 Kilometern auf den 3. Platz.
Über seinen Sieg Nummer drei freute sich unterdessen Max Hessel, der in der Rennklasse U13 an den Start gegangen war. Bleibt für ihn nur zu hoffen, dass die Weisheit „aller guten Dinge sind drei“ nicht in Bezug auf die Anzahl von Saisonsiegen gilt...
Im Hauptrennen der C-Eliteklasse über 67 Kilometer sorgte Markus Gauer für Aufsehen:
Nicht primär wegen seiner andauernden Führungsarbeit, sondern vor allem deshalb,
weil er mit Rang 6 seine zweite Platzierung der Saison einfuhr.
Timo Holloway wurde in dem Rennen über 52 Runden 25. Der U23-Fahrer landete damit
im Mittelfeld des dezimierten Feldes, in dem sich beim Startschuss noch 90 Akteure getummelt
hatten.
„Was für ein geiler Kurs. Ich habe mich richtig gut gefühlt“, schwärmte Markus, der von seiner eigenen Leistung ebenso angetan wie überrascht zu sein schien. Im Verlaufe des Rennens hatten sich auf dem kurvenreichen Kurs fünf Fahrer abgesetzt. Doch weder diese Gegebenheit, noch die Krämpfe, die sich gegen Ende des Wettkampfes bei Markus angebahnt hatten, konnten verhindern, dass der Tuspofahrer beim Schlussspurt des Hauptfeldes als erster den Zielstrich passierte.
Zudem gelang es dem Tusporaner, zwei Zwischensprintprämien abzusahnen. A propos Sahne: Eine ganz besondere Atmosphäre kam durch die Menschenmassen zustande, die in den Straßencafes Kuchen aßen, Kaffee schlürften und durch lautstarken Applaus und johlendes Gegröle die Fahrer nach vorn trieben - und sich dadurch gewiss auch für Deutschlands abendliches WM-Spiel gegen Australien in Stimmung brachten.
Für Markus, der nun bereits seine zweite Top-Ten-Platzierung in der Tasche und zugleich eine noch lange Saison vor sich hat, kann es von jetzt an nur eine Marschroute geben:
„Der Aufstieg in die B-Klasse muss das Ziel sein!“, verriet er.
Notiz am Streckenrand:
Das Rennen der Hobbyklasse hat mit Andre Hildmann ein Fahrer aus Witzenhausen gewonnen.
Und, noch wichtiger: Gauers Geheimrezept ist das Folgende: Erst vergangene Woche war der Tusporaner von seiner Dienstreise zurückgekehrt. Dort hatte er über zwei Wochen hinweg kaum einen Radlenker gesehen - geschweige denn, angefasst.
Es scheint also doch kein Ammenmärchen zu sein, dass die Regeneration ebenso bedeutsam ist wie das Training selbst. Markus jedenfalls dürfte seiner nächsten Dienstreise - und vor allen Dingen dem anschließenden Rennen - schon jetzt frohen Mutes entgegenblicken...
Von Timo
Landesverbandsmeisterschaft MTB- Marathon [07.06.2010]
In Clausthal- Zellerfeld wurde am vergangenen Wochenende der Titel der Landesmeisters im MTB- Marathon vergeben. Der anspruchsvollen Strecke über 102 km mit steilen und technisch anspruchsvollen Anstiegen und teilweise sehr schlammigen Abfahrten stellten sich Wolf Dieter Brandt in der Senioren- Klasse und Jörg Schmidtmann in der Elite- Klasse. Jörg Schmidtmann konnte sich sein Rennen Perfekt einteilen und damit als dritter auf das Podium fahren. Landesmeister wurde Artjom Gräfenstein vom RSC Wunstdorf vor Danny Götze vom Nordharzer Racingteam. Wolf Dieter Brandt hatte Pech, an guter Position liegend hatte er einen Defekt und musste das Rennen beenden.
Tuspos Senioren erfolgreich beim Mittelhessen-Cup [07.06.2010]
Am vergangenen Wochenende konnten die beiden in der Seniorenklasse 2 (ab 40 Jahre)
startenden Tuspo-Radrennfahrer Jan Menkens und Andreas Pucher-Diehl Samstag und Sonntag nach drei Rennen auf schweren Kursen rund um Gießen je den siebten und vierzehnten Platz in der
Gesamtwertung des Etappenrennens Mittelhessen-Cup belegen.
Menkens fuhr dabei kontinuierlich zwischem dem 11 und 16 Platz ins Ziel, während die Konkurrenten den vielen Steigungen mit Steigungen von 10-13% und der Hitze Tribut zollten und in der Gesamtwertung weit zurückfielen.
Pucher-Diehl konnte sich zudem in seiner Spezialdisziplin Zeitfahren einen guten neunten Platz gegen 70 starke Fahrer aus dem ganzen Bundesgebiet erkämpfen.
Rund um die Bahn & Rund um die Post: 6 Top-Ten-Plätze [31.05.2010]
Auf wahrlich ungewöhnliches Terrain verschlug es am vergangenen Sonntag die Jugendfahrer des Tuspo Weende: Max Hessel, Ben Conrady und Michel Schachtebeck gingen bei den Bahn-Landes-meisterschaften in Hildesheim an den Start. Bei dem für den niedersächsischen Schülercup ausgeschriebenen Rennen fuhren Michel und Ben in der Rennklasse U15 als 7. und 8. ins Ziel. U13-Fahrer Max schaffte es sogar auf Rang 2.
Dagegen bevorzugten die erfahreneren Tuspofahrer den konservativen Weg „Asphaltstraße“. Ebenfalls am Sonntag ging es für die ältern Jugendlichen sowie für die Elitefahrer beim Kriterium in Breitenworbis „Rund um die Post“ rund:
U17-Fahrer Nils Schachtebeck wurde 4., Lorenz Fiege kam im Rennen der U19 als 2. ins Ziel.
Die U19 fuhr ihr Rennen in einem Lauf mit den "best-agern" der Master-Klasse. Hier siegte in beeindruckenden Art, die an ein außerplanmäßiges Einzelzeitfahren erinnerte, Toralf Baumgarten. Jan Menkens, der im Rennen mehrfach mutig die Initiative ergriff, verpasste mit Platz 4 denkbar knapp das Treppchen. Sein Teamgefährte, Hans Peter Grote, konnte durch Krankheit geschwächt keine Akzente setzen und beendte das Rennen nach aufopferungsvollen Kampf mit einer Runde Rückstand auf Platz 13.
In die „Top Ten“ schaffte es auch Frieder Uflacker, der im Rennen der KT/A/B/C-Eliteklassen an Position 9 über den Zielstrich fuhr - zwei Plätze vor Tuspos zweitem A-Fahrer Julian Sinske.
Es siegte nach 65 Kilometern Marcel Kittel vom Thüringer-Energie-Team.
Notiz am Streckenrand:
Für Mario Kittel muss dieses Wochenende geradezu ein wahres „Radsportfestival“ gewesen sein: Am Samstag hatte Kittel nämlich bereits das Kriterium in Döhlau gewinnen können - am Sonntag siegte er dann in Breitenworbis!
Auf den 5. Rang im KT/A/B/C-Rennen in Breitenworbis kam übrigens der U23-Fahrer Marius Tauchmann, der zwar mittlerweile für die RG Hamburg im Sattel sitzt, aber vor allem den jüngeren Tusporanern noch aus seiner Zeit beim VCE Duderstadt bekannt sein dürfte.
Wie Phönix aus der Asche: Niclas Große steigt in die B-Klasse auf [25.05.2010]
Die Radsportler des Tuspo Weende haben seit vergangenem Montag einen neuen B-Lizenz-Fahrer: Durch einen völlig überraschenden Sieg beim Pfingstrennen im hessischen Dautphe gelang dem U23-Fahrer Niclas Große der Sprung in die zweithöchste deutsche Eliteklasse. Unterstützt wurde er auf anspruchsvollen Kurs von Markus Gauer sowie von Björn Hansmann, die als 8. beziehungsweise 12. ins Ziel gekommen sind.
Wenig hatte zu Beginn seiner ersten Saison in der C-Eliteklasse auf einen möglichen Aufstieg von Niclas Große hingedeutet. War der 20-Jährige mit seinem 76. Rang bei der „Tour d´Energie“ noch weit hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben, so hat er bei den Landesmeisterschaften in Osnabrück das Rennen gar abbrechen müssen. Doch jüngst war Große immer besser in Fahrt gekommen: So schaffte er es beim renommierten Bergrennen in Buchholz auf Rang 26, bevor er am Pfingstmontag in Dautphe für den vorübergehenden Höhepunkt der Saison sorgte: Nach 62 Kilometern spurtete er mit einem Vorsprung von 20 Zentimetern als erster über die Ziellinie und stieg dadurch in die B-Lizenzklasse auf.
„Es war ein super Rennen. Und ein super Sieg. Aber zu Beginn habe ich wirklich mit dem Gedanken gespielt, das Rennen abzubrechen“, sagte Große.
Ein sehr hohes Renntempo sowie starker Gegenwind hatten dafür gesorgt, dass das Hauptfeld von Runde zu Runde kleiner wurde. 1,3 Kilometer lang, bergig und sehr verwinkelt war der Kurs, der insgesamt 47 Mal zu durchfahren war. Doch gegen Ende fühlte Große sich immer besser, sodass ihm schließlich aus der 11-köpfigen Spitzengruppe der Sieg im Schlussspurt gelang.
Eine kämpferische Leistung zeigten auch die Tuspo-Fahrer Markus Gauer sowie Björn Hansmann. Hansmann war zwar schon früh aus der Führungsgruppe zurückgefallen, kämpfte sich aber dennoch auf den 12. Rang zurück. „Das Renntempo war wirklich krass. Nur 15 von über 60 Fahrern sind überhaupt ins Ziel gekommen“, sagte er nach Rennschluss. Opfer der hohen Geschwindigkeit wurden die beiden U23-Fahrer Marius Apenberg und Timo Holloway, die nach der Hälfte des Rennens aussteigen mussten.
Niclas Große erwartet durch den Aufstieg in die B-Klasse für den Rest der Saison eine noch stärkere Konkurrenz. „Wahrscheinlich wird es von jetzt an nur noch darum gehen, ins Ziel zu kommen“, sagte er bescheiden. Doch das ist nicht der einzige Wermutstropfen, den ihm sein Sieg beschert hat: „Denn auch von allen C-Rennen, für die ich mich bereits angemeldet habe, werde ich mich jetzt wieder abmelden müssen“, fügt er augenzwinkernd an.
Sein Sieg freue ihn insbesondere deshalb, weil er „nach der Durststrecke im Anschluss an die Tour d´Energie im Jahr 2008“ endlich wieder eine beeindruckende Leistung gezeigt hat.
Damals hatte Große Zentimeter vor dem Ziel noch auf dem ersten Platz gelegen. Als er jedoch triumphierend seine Arme in die Höhe riss, wurde dem damals 18-jährigen sein sicher geglaubter Siegestraum noch in letzter Sekunde zerstört.
„Heute jedoch habe ich bis zum Ende die Hände am Lenker behalten und durchgetreten“, so der frisch gebackene B-Fahrer.
Statt dessen war es sein Teamkollege Markus Gauer, der jubelnd über die Ziellinie fuhr. Gauer kam als achter an und hatte deshalb das Sprintfinish aus nächster Nähe miterlebt.
Niclas Große selbst reckte erst weit hinter dem Zielstrich triumphierend seine Arme in den strahlenden Himmel.
Arg spät, könnte man meinen. Aber, sehr viel wichtiger: eben auch keinesfalls zu früh...
Von Timo
Niclas Große auf dem Weg in die B-Klasse - im Hintergrund Markus Gauer! Das tolle Sprint-Finish-Foto hat uns der Fotograf Michael Hahn freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!
Zweiter Saisonsieg für Max Hessel [25.05.2010]
An die Startlinie des Pfingstrennens in Borsum bei Hildesheim haben sich die Tuspo-Jugendfahrer gestellt. Während Lorenz Fiege (U19) und Nils Schachtebeck (U17) in ihren Rennen jeweils 16. wurden, konnte Max Hessel in der Rennklasse U13 den amtierenden Landesmeister bezwingen und damit seinen zweiten Saisonsieg feiern.
Rennbericht des Veranstalters [hier...]
2 Siege der Nachwuchsfahrer am Sachsenring [16.05.2010]
Für die ersten Siege in der noch jungen Saison haben die Tuspo-Jugendfahrer in Osterholz-Scharmbeck gesorgt:
Sowohl Max Hessel in der Rennklasse U13, als auch Ben Conrady in der U15 unterstrichen mit ihren beiden ersten Plätzen beim 7. Sachsenring-Nachwuchscup ihre bestechende Form. Untermauert wurde die Teamstärke der Youngster nicht nur durch die Platzierung von Michel Schachtebeck, der 4. in der U15 wurde, sondern auch durch die Leistung von dessen älterem Bruder: Nils Schachtebeck fuhr im 35,5 Kilometer langen Rennen der U17 als 6. über die Ziellinie.
Und auch Juniorenfahrer Adrian Ahlborn machte auf sich aufmerksam: Im Rennen der U19 über 46 Kilometer belegte der Tuspo-Akteur den 13. Platz.
Am Rennen des „German Cycling Cup“ in Schleiz (Thüringen) über 145 Kilometer hat unterdessen Timo Holloway teilgenommen. Auf sehr anspruchsvollem Terrain nahezu ohne Flachpassagen, dafür aber mit 15 % steilen Rampen bei insgesamt 1800 Höhenmetern, kam der Tuspofahrer nach 4:23 Stunden als 46. ins Ziel.
Beeindruckend war nicht nur die Tatsache, dass die beiden Ausreißer Sandro Kühnel und
Jörn Reuss mit siebenminütigem Vorsprung vor der Verfolgergruppe zum Schlussspurt ansetzten, sondern auch, dass, unweit der Ziellinie, eine riesige Tribüne sowie eine Kommentatorenkabine thronte.
Grund dafür war, dass die Zielgerade dieses Rennens auf einer Motorsport-Rennstrecke liegt, dem sogenannten „Schleizer Dreieck“. Alljährlich werden auf der Schleizer Rennbahn, die seit 1923 befahren wird und damit die älteste Naturrennstrecke Deutschlands ist, Motorrad- und Auto-Rennen ausgetragen.
Zugegebenermaßen ein wirklich außergewöhnliches Flair!
Nach einem Himmelfahrts-Wochenende, das ihnen die ersten beiden Saisonsiege beschert hat, wollen die Tusporaner auch in der kommenden Woche wieder angreifen.
Doch nicht nur das Wochenende selbst, sondern auch der Pfingstmontag - ein typischer „Radrenntag" - bietet dafür die optimale Gelegenheit...
Rennrad statt Bollerwagen: Tusporaner treten auch am Vatertag in die Pedale [15.05.2010]
Die Radsportler des Tuspo Weende haben am Vatertag nicht etwa die Wanderwege im Göttinger Umland unsicher gemacht, sondern – gemeinsam mit Vereinsfreunden – die Rennstrecken verschiedener Himmelfahrts-Rennen.
Statt mit Bier im Bollerwagen durch die Natur zu schlendern, heizten etliche Tusporaner mit Elektrolytengetränken in den Flaschenhaltern über die Asphaltstraßen.
Während A-Fahrer Frieder Uflacker mit seinem 7. Platz bei der 72. Auflage des Dortmunder Westfalencups für Aufsehen sorgte, gingen die Jugendlichen, Junioren, sowie
drei U23-Fahrer beim renommierten „Großen Preis von Buchholz“ an den Start.
Der Große Preis von Buchholz zählt gewiss zu den härtesten Rundstreckenrennen Deutschlands: Und das nicht nur, weil der Rundkurs von 2,8 Kilometern Länge mit einem 700 Meter langen Anstieg gespickt ist. Sondern auch, weil auf der anschließenden Abfahrt bis zu 70 Stunden-kilometer erreicht werden können. Nicht umsonst ist in den Nachmittagsstunden eines langen Renntages ein Profirennen auf eben diesem Rundkurs ausgetragen worden.
Von der Steigung und der rasanten Abfahrt nicht beirren ließ sich Max Hessel, der in der Klasse U13 den 6. Platz belegte.
Während Michel Schachtebeck und Ben Conrady in der Rennklasse U15 gemeinsam als 16. beziehungsweise 17. über die Ziellinie rollten, gelang Nils Schachtebeck im Rennen der U17 ein ansehnlicher 7. Platz.
„Der zweite U17-Fahrer“, Fiete Lembeck, hat zwar immer noch mit einer Erkältung zu kämpfen, feuerte die Tuspo-Crew jedoch erfolgreich an und schoss dabei tolle Fotos.
Großer Preis von Buchholz: Dezimiertes Hauptfeld im C-Rennen
Dass seine Formkurve steil nach oben zeigt, das demonstrierte Jan-Niclas Große im Rennen der C-Eliteklasse über 62 Kilometer:
Nicht nur, weil er maßgeblich an der Führungsarbeit beteiligt gewesen ist und mit seinem 26. Rang mehr als 140 Konkurrenten hinter sich gelassen hat. Sondern auch, weil der U23-Fahrer beinahe eine Zwischenspurt-Prämie in Höhe von 70 Euro ergattert hätte (die - so die Planung - Marius und Timo mit je 35 Euro gerecht unter sich aufteilen wollten. Lediglich Niclas schien von dieser Idee nicht angetan zu sein...J)
Marius und Timo selbst kamen nach 22 Runden mit dem sehr stark dezimierten Hauptfeld ins Ziel.
Von Runde zu Runde war das Fahrerfeld dünner geworden, denn nur selten wurde das Tempo gedrosselt. Und wann immer sich am Berg eine Ausreißergruppe absetzen konnte, verwandelte sich das Hauptfeld in eine Perlenkette aus Radfahrern, schimmernd durch den Glanz ihrer Team-Trikots und Dutzende Meter lang.
Der Anstieg, eine Spitzkurve, insgesamt über 700 Höhenmeter sowie etliche Prämiensprints waren das Salz in der Suppe des Rennens. Nach 62 Kilometern und 90 Minuten Fahrzeit folgte der Schlusssprint aus dem Hauptfeld, in dem die drei U23-Tusporaner jedoch keine entscheidende Rolle mehr spielen konnten.
Und spätestens, als die Anstrengungen des Rennens allmählich verflogen waren, und der Startschuss des Profirennens gefallen war, da keimte doch noch ein Hauch von Vatertags-Flair auf:
Weniger wegen der Bratwürste, die sich die Tuspo-Fahrer am Streckenrand schmecken ließen, als vielmehr aufgrund der Wandergruppen, die an der Rennstrecke Rast machten und begannen, die Profifahrer mit stimmungsgeladenen Laola-Wellen nach vorne zu treiben.
Dass die Fangesänge, die sie währenddessen lautstark anstimmten, typische Fußball-Fangesänge waren, das interessierte sie in etwa genau so wenig wie die Tatsache, dass sie die einzigen waren, die bei kühlen Temperaturen mit freiem Oberkörper herumliefen.
Und es dauerte nicht lange, bis Rennmoderator Henning Tonn auf die bestens gelaunten Vatertags-Wanderer aufmerksam wurde und mit unverkennbarem ironischen Touch fragte:
„Ihr habt doch nicht etwa Alkohol getrunken, ooooooder?“.
Für die Beantwortung dieser Frage sorgte die Wanderer-Fraktion selbst, indem sie laut grölend eine neue Laola-Welle zeigte, bevor sie schlendernden Schrittes von dannen zog.
Das Profirennen konnte Tino Meier vor Rene Birkenfeld für sich entscheiden. Dritter wurde – und spätestens jetzt dürfte selbst der müdeste Radsport-Enthusiast ein „Aha - den Namen kenne ich doch“-Erlebnis bekommen - Gerald Ciolek vom Milram-Team.
Als wir nach der dreistündigen Heimreise im Tuspo-Bus erschöpft zu Hause angekommen und in unsere Betten gesunken waren, da konnten wir das Schmerzen unserer Wadenmuskulatur nur schwerlich verbergen. Und die Schmerzen in unseren Waden stifteten vor allem deshalb Verwirrung, weil wir doch die typische Vatertagswanderung gar nicht mitgemacht hatten...
Frieder Uflacker 7. in Dortmund
336 Kilometer weiter südwestlich, im Ruhrpott, kämpfte Frieder Uflacker beim äußerst stark besetzten „72. Internationalen Westfalenpreis“ um eine Platzierung. Mit Erfolg: Nach rund drei Stunden kam der A-Fahrer in dem erlesenen Feld, in dem auch Kontinentalteams an den Start gegangen waren, als siebter ins Ziel.
Es siegte nach 133,5 Kilometern Franz-Josef Streit aus dem Team Ratisbona Regensburg.
Tuspos U19-Fahrer Lorenz Fiege kam in seinem Rennen über eine Distanz von 80 Kilometern als 15. an.
Übrigens ist der 19-jährige Sieger des KT/A/B-Rennens, Franz-Josef Streit, jener Fahrer, der nur vier Tage zuvor das B/C-Rennen „Harzer Bergpreis“ in Werningerode hat gewinnen können. Erst dadurch war er überhaupt in die A-Lizenzklasse aufgestiegen.
Bleibt zu hoffen, dass auch der ein oder andere Tusporaner in dieser Saison einen - im wahrsten Sinne des Wortes - „ähnlich flotten Aufstieg“ erleben wird.
Zum Presseartikel (von Harald Gehring) über den 72. Westfalenpreis geht es [hier...],
zur Homepage des Buchholzer Rennens [hier...]
Von Timo
Landesmeisterschaften: 2 Medaillen, 4 Top-Ten-Platzierungen [04.05.2010]
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Mit einer Silber- und einer Bronzemedaille im Gepäck sind die Radsportler des Tuspo Weende am vergangenen Sonntag von den Landesmeisterschaften aus Osnabrück zurückgekehrt.
Frieder Uflacker wurde Dritter im Rennen der Eliteklasse, Max Hessel durfte bei der Ehrung der Rennklasse U13 die zweithöchste Stufe des Siegerpodests betreten.
Während Derek Homeier es in der „Seniorenklasse 2" auf den achten Platz schaffte, schlidderte Marius Apenberg mit seinem fünften Rang der U23-Jährigen nur knapp am Podium vorbei.
Lorenz Fiege wurde im Rennen der U19 Sechster, ebenso wie Julian Sinske im Eliterennen.
In Deutschlands Süden gibt es Berge. Im norddeutschen Flachland hingegen ist es der Wind, der allen Radrennen jene Würzung beschert, die entscheidend dafür verantwortlich ist, dass auch Rennen auf scheinbar eintönigen Rundkursen interessant werden können.
Der 8,7 Kilometer lange Rundkurs der diesjährigen Landesmeisterschaften im Straßenrennen beinhaltete zwar keine nennenswerten Steigungen, keine rasanten Abfahrten.
Jedoch setzten Gegenwind, unzählige 90-Grad-Kurven, sowie ein äußerst hohes Renntempo den Athleten kräftig zu.
In Wallenhorst nahe Osnabrück kämpften am frühen Morgen die Junioren- und Seniorenfahrer um die Landesmeistertitel und die begehrten Siegermedaillen.
Am Mittag stand mit dem Rennen der Eliteklasse über 13 Runden und 113 Kilometer das absolute Highlight des Renntages an - sowohl aus Sicht des Veranstalters RRG Osnabrück, als auch aus Sicht von Tuspo Weende, die im Eliterennen mit acht Fahrern am Start vertreten waren.
Max Hessel Vizelandesmeister
Während am Vormittag Nils Schachtebeck im U17-Rennen als 15. über die Ziellinie fuhr und sein Bruder Michel als 12. im Mittelfeld der U15 landete, sorgte Max Hessel durch seinen zweiten Platz im Rennen der U13 für das erste Ausrufezeichen.
Und auch Lorenz Fiege stellte im U19-Rennen unter Beweis, dass sein starker Auftritt bei der Tour D´Energie keineswegs ein Unikat gewesen ist. Nicht nur, weil er auf den sechsten Rang fuhr, sondern vor allem deshalb, weil er eine halbründige Solo-Fahrt hingelegt hat, machte er auf sich und die Tuspo-Farben aufmerksam.
Deutlich älter als die Junioren, mitunter gar 20-30 Jahre, sind die Radsportler der Seniorenklassen. Dass sie aber keineswegs langsamer sind, das demonstrierte Derek Homeier, der im Rennen der Seniorenklasse 2 über 69 Kilometer als Achter über die Ziellinie fuhr.
Eliterennen als Highlight/Frieder Uflacker gewinnt Bronze
Den Höhepunkt des Renntages bildete jedoch das gemeinsame Rennen der A/B/C-Eliteklasse mit gesonderter Wertung für die U23. Der Tuspo-Express war nicht nur quantitativ, sondern mit seinen beiden A-Fahrern Frieder Uflacker und Julian Sinske auch qualitativ hervorragend besetzt.
Nach 13 Runden, 113 Kilometern und 2:37 Stunden Fahrzeit spurtete Frieder Uflacker, Landesmeister des Jahres 2008, auf Rang drei. Vor dem Tuspo-Trainer lagen lediglich Roman Kuntschik aus Lauenau und Gunnar Wulf von RRV Hameln-Pyrmont.
Ebenfalls ganz vorne vertreten war A-Fahrer Julian Sinske, der als sechster über den Zielstrich sprintete.
Wenngleich es im Rennverlauf einige Ausreißergruppen gegeben hatte - auch Frieder war zwischenzeitlich in einer 4-köpfigen Führungsgruppe gewesen - war das flache Terrain verantwortlich dafür, dass sich keine Spitzengruppe entscheidend absetzen konnte.
Beachtlich ist, dass in dem Fahrerfeld, das von Runde zu Runde dünner wurde,
fast alle Tuspo-Fahrer ins Ziel gekommen sind. Markus Gauer schaffte es auf Platz 13.
Dahinter kamen Erik Breuer und Björn Hansmann ins Ziel.
Für die insgesamt 6. Top-Ten-Platzierung des Renntages war Marius Apenberg verantwortlich, der im Eliterennen fünftbester U23-Fahrer wurde. Getrübt wurde sein starker Auftritt lediglich durch die Gewissheit, nur ganz knapp vorbeigeschliddert zu sein an einem der drei Podestplätze:
„Hätte ich mich im Schlusssprint noch etwas geschickter angestellt", bilanzierte er, „dann wäre gewiss noch mehr drin gewesen".
Niclas Große und Timo Holloway hingegen mussten Tribut zollen - Niclas seiner langen verletzungsbedingten Rennpause, Timo, der am Samstag beim Jedermannrennen in Frankfurt an den Start gegangen war, den Anstrengungen des Vortages. Die beiden konnten dem Tempo des Hauptfeldes ab der neunten Runde nicht mehr folgen. Was den beiden - und gewiss auch etlichen weiteren Fahrern, die den Anschluss verloren hatten - zugesetzt hat, waren weniger der kleine Hügel von 150 Metern Länge oder das Renntempo an sich. Sondern vor allem waren es die vielen Antritte nach den Kurven. Schließlich mussten die Fahrer des Eliterennens insgesamt 156 Neunzig-Grad-Kurven durchfahren. Verwunderlich, und erfreulich zugleich, dass es dennoch im gesamten Rennen keinen einzigen Sturz gegeben hat.
Positiv sind nicht nur die sechs Top-Ten-Platzierungen, sondern auch die folgende Randnotiz: Während des Rennens der Eliteklasse waren im Hauptfeld Stimmen darüber laut geworden, die sich einig darüber zu sein schienen, dass das Eliterennen ein Rennen zwischen dem „RSC Wunstorf" und der „FOS-Patent-Mannschaft" aus Göttingen werden würde. „FOS-Patent", das ist jener Werbe-Schriftzug, der den hinteren Teil der blauen Tuspo-Hosen ziert.
Und je länger ich über dieses Zitat nachdenke, desto mehr leuchtet mir ein, welch gigantische Form von Anerkennung es beinhaltet: Schließlich bedeutet doch die Tatsache, dass die anderen Fahrer den Schriftzug gelesen haben nicht nur, dass die Tuspo-Fahrer im Rennen hervorragend auf sich aufmerksam gemacht haben, sondern auch, dass die Fahrer der Konkurrenzteams uns Tusporaner die allermeiste Zeit offensichtlich nur von hinten gesehen haben...
Zum Bericht des Veranstalters geht es [hier...]
Und zur wirklich sehenswerten Bildergalerie der RRG Osnabrück [hier...]
Von Timo
Ostthüringen-Tour: U13-Fahrer Max Hessel mit imposanter Steigerung - ein Erlebnisbericht [23.-25.04.2010]
Mit schlechtem Gewissen im Bauch, weil ich meine Vereinsfreunde mit der Tour d'Energie in Göttingen „im Stich“ gelassen habe, machte ich mich mit meinem Vater auf den Weg nach Gera. Wir freuten uns auf ein gemeinsames Radsportwochenende, wie wir es bereits einige Male zusammen erlebt hatten.
Kaum in Gera angekommen, kamen wir jedoch aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Ein perfekt organisierter Empfang der Mannschaften mit reservierten Parkplätzen und
einer Betreuerbesprechung bescherten uns einen Auftakt der Superlative.
Als mein Vater von der Mannschaftsbetreuerbesprechung zurückkam, war auch seine Skepsis vollständig verflogen. Jedes Detail der Tour war perfekt vorbereitet und akribisch in einem Hefter beschrieben.
Zur Bewunderung über diese organisatorische Leistung gesellte sich jedoch ein gewisser Respekt vor den gegnerischen Mannschaften, die nicht wie wir als Einmannteam mit väterlichem Betreuer angereist waren, sondern gleich mit Mannschaftsbus und Materialwagen. Die Mannschaftskleidung machte deutlich, mit wem „wir" uns hier als Konkurrenten auseinandersetzen mussten.
Mit Ausnahme der Mecklenburger waren alle ostdeutschen Landesverbände in voller Mannschaftsstärke angereist. Viele weitere Bundesländer hatten ihre bekannten Vereine am Start, alle mit Ihren Landestrainern. Dann kam erfreulicherweise auch der niedersächsische Landestrainer in Sicht, der seinen Langenhagener Verein betreute. Aber immerhin waren damit weitere Niedersachsen am Start.
Als Prolog wurde ein Kriterium in der Innenstadt ausgetragen, bei dem ich schnell erkennen musste, dass auch andere Vereine gute Fahrer zu präsentieren hatten. Meine Zufriedenheit mit diesem Auftakt hielt sich mit dem 8. Platz in einem übersichtlichen Rahmen.
Am Abend beschäftigten wir uns auf dem Weg zum außerhalb gelegenen Quartier mit den bevorstehenden Gesellschaftsduschen, jedoch erwartete uns ein perfektes Mannschaftsquartier,
in dem wir sogar in Einzelzimmern untergebracht waren.
Das Einzige, was in diesen Tagen nicht perfekt war, war sicherlich meine Vorbereitung auf die erste Etappe, zwar konnte ich den Geschicklichkeitsparcours fehlerfrei meistern, jedoch hat die Zeit bei dieser Konkurrenz nicht ansatzweise gereicht, um einen vernünftigen Platz in der Gesamtwertung zu erreichen. Ich beendete diese erste Etappe leider nur mit dem 57. Platz und daraus resultierend mit dem 46. Platz in der Gesamtwertung.
Die Tour schien gelaufen, erst recht als dann noch die Veranstalter die Startaufstellung für die zweite Etappe entsprechend der Gesamtwertung vornahmen und ich lediglich im Feld starten durfte.
Es kam jedoch noch schlimmer. Ein klassischer Fehlstart, der jedoch nicht abgepfiffen wurde, sondern den Ersten der Gesamtwertung weitere 3-4 Sekunden Vorteil bereits am Start verschaffte. Mit dem Rennen meines Lebens (O-Ton mein Vater) konnte ich mich in die Führungsgruppe vorarbeiten und meine Position Runde für Runde verbessern.
Als 13. fuhr ich ins Ziel und verbesserte meine Gesamtwertung auf den 29. Platz.
Dann folgte ein weiterer Abend, wie wir ihn so bisher noch nicht erlebt hatten. Die Betreuer waren zum Empfang eingeladen, der nicht nur die Betreuer näher zusammenbrachte, sondern auch den Kontakt mit den Sponsoren ermöglichte. Selbst die Sportministerin Thüringens gab uns die Ehre.
Wir Sportler waren von UCI ins Kino eingeladen und wurden dazu mit komfortablen Bussen abgeholt. Auch wir Sportler konnten in entspannter Atmosphäre perfekt social networken. Kurzum: Wir haben uns alle gut verstanden.
Am nächsten Morgen trieb meine Nervosität mich aus meinem Bett, sehr zu Freude meines Vaters. Als erster Sportler saß ich am Frühstückstisch, konnte aber aufgrund der Anspannung mich nicht so richtig mit meinem Betreuer unterhalten. Der trug alles mit Fassung.
Gemeinsam starteten wir die Anreise zum Start der 3. Etappe in Münchenbernsdorf. Zwei Stunden vor dem Start waren alle Organisatoren und Ihre Helfer noch mit dem Aufbau beschäftigt. Bevor weitere Sportfreunde auftauchten, hatte ich meine erste Testrunde bereits gefahren. Aufregung und gespielte Gelassenheit wechselten sich ab, bis wieder die Startaufstellung aufgerufen wurde. Wieder wurden die ersten Zwanzig der Gesamtwertung vorgezogen.
Ab dann lief alles wie geschmiert. Ein perfekter Start sicherte mir eine gute Position in der Führungsgruppe bereits einen Kilometer nach dem Start. Mit weiteren vier Sportlern haben wir uns die Arbeit geteilt und kräftig Tempo vorgelegt.
Wenige Meter vor dem Ziel rief ein zufrieden wirkender Vater mir in jeden der vier Runden motivierende Worte zu.
Eine halbe Runde vor dem Ziel war die Einigkeit der Sportler beendet und jeder kämpfte erbittert um seine Position. Die Gefällestrecke vor der letzten Kurve wurde zum gnadenlosen Vorsprint. Ich konnte mich in dieser letzten Kurve bestens in Position setzen, um dann den alles entscheidenden Endspurt starten.
Der Lohn folgte: Der 3. Platz dieser Etappe und damit der 13. Platz in der Gesamtwertung.
Was dann kam, hatte ich gestern schon einmal gehört: Das war das Rennen deines Lebens.
Mein Vater platzte fast vor Stolz - ich auch ein bisschen.
Zufrieden, geschmückt mit einer Bronzemedaille und einer abwaschbaren Tischdecke mit Kindermotiven als Präsent, traten wir nach der Siegerehrung unseren Heimweg an.
Eine perfekte Tour in jeder Hinsicht.
Und ein ganz besonderer Dank an die Veranstalter dieser Ostthüringer Tour.
Schade, dass ich für die kommenden Touren dann zu alt bin...
Seite des Veranstalters mit Ergebnislisten und Bildergalerien [Hier...]
Von Max
Tour D´Energie 2010: „Das Tempo war einfach nur krank“ [26.04.2010]
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24 Grad Celsius, rund 2500 Starter, 5000 Zuschauer an der Ziellinie, Tuspo-Trikots, so weit das Auge reicht, und auch ein wenig Sonnenbrand - das ist die Bilanz der 6. Tour D´ Energie von den Zietenterrassen.
Sowohl über die Strecke von 82 Kilometern, als auch im knackigen Rennen über 46 Kilometer waren zahlreich Tuspo-Athleten vertreten. Und der Heimvorteil des Göttinger Jedermannrennens wurde eifrig genutzt: So wurden in etlichen Kategorien Siege eingefahren und Sachpreise abgestaubt.
Dass in diesem Jahr aber der ganz große Coup ausblieb, das lag zum einen an der Tatsache, dass unsere B-Lizenzfahrer an Rennen des sogenannten „German Cycling Cup“ nicht teilnehmen dürfen. Zum anderen lag es aber auch am wirklichen starken Fahrerfeld, angeführt von Topfavorit und Schlussspurt-Sieger Renzo Wernicke vom Univega-Team.
Kai-Henrik Günther und Lorenz Fiege vorne
Bester Tusporaner war Kai-Henrik Günther, der als 11. nach 2:05:28 Stunden den Zielstrich passierte und damit seine Vorjahreszeit um 40 Sekunden unterbieten konnte. Björn Hansmann als 31. (2:06:12) und Wolf-Dieter Brandt als 32. (2:06:06) waren ebenfalls ganz vorne vertreten.
Und auch Jan Menkens als 59. (2:07:49), Georg Reiter (71.), Peter Grote (72.) und Derek Homeier (95.) schafften es in die Top 100.
Alle Achtung und eine gesonderte Erwähnung verdient der 18. Platz von U19-Fahrer Lorenz Fiege. In 2:06:04 Stunden sicherte sich der Tuspo-Youngstar mit anderthalb-minütigem Vorsprung souverän den Sieg in der Juniorenklasse. Obwohl er sich das ganze Rennen über sehr gut gefühlt hatte – trotz großer Konkurrenz
befand er sich in der Verfolgergruppe an Position drei, als er den Hohen Hagen bezwang -war auch Lorenz beeindruckt vom Auftritt des späteren Siegers Renzo Wernicke:
„Als wir den Anstieg nach Hemeln hinauffuhren", berichtete Lorenz, „ befand sich vor uns eine dreiköpfige Spitzengruppe. 25-26 Km/h zeigte mein Tacho an, als wir in Richtung Bramwald fuhren. Dann, in der Linkskurve, dort, wo die Straße in den Wald hineinführt, hat Wernicke angegriffen. Wie der auf 30 Km/h beschleunigt hat, das war einfach nur krank!”
Knapp hinter Lorenz kam Marius Apenberg als 22. ins Ziel. Er schien zufrieden, sei aber beim Schlusssprint der Verfolgergruppe „leider zu früh im Wind gewesen“,wie er erklärte.
Trotz einiger „Pre-Tour-Verletzungssorgen“ schaffte es Niclas Große als 76. ins Ziel.
Immerhin landete er mit seiner Zeit von 2:09:53 noch knapp zwei Minuten vor seinem Vater...
Ohnehin schien die diesjährige Tour D´Energie ein Rennen der Jugendlichen und Junioren zu sein: So blitzten auch auf dem Siegertreppchen vor allem bei der Ehrung der Jugendklassen die Blau-Weißen Farben auf:
Nils Schachtebeck (177. der Gesamtwertung/ 2:14:35) entschied die Wertung der 1994 und später geborenen Fahrer für sich! Fiete Lembeck wurde in der Wertung zwar noch Zweiter, (558./2:25:49) hatte aber im Vorfeld der Tour leider vier Wochen lang nur spärlich trainieren können. Ansonsten wäre ganz gewiss noch mehr drin gewesen – vielleicht gar ein Sprint-Finish gegen Wenicke...?! :)
(Aber, auf geht´s, Fiete...! Die Saison ist noch meeeeeegaaaa-laaaaaang...)
Acht Tuspo-Teams am Start
In der Team-Wertung raste das Tuspo-Quartett bestehend aus Kai-Henrik, Lorenz, Marius und Björn nur knapp am Treppchen vorbei. Die Enttäuschung darüber verfliegt aber spätestens dann, wenn man sich darüber bewusst wird, dass Tuspo insgesamt 8 (in Worten: acht!) Teams gestellt hat!
Auch auf der kurzen Runde über 46 Kilometer, die über Bördel und den Hohen Hagen zurück nach Göttingen führte, zeigten die Tusporaner im 500 Fahrer starken Feld ihr Gesicht.
Timo Holloway kam auf den 9. Platz (1:12:10), David Pohl wurde 23. (1:13:06) und Konne Simon schaffte es auf Rang 36 (1:13:41).
Unter ihrem schmucken Namen „Tuspo Weende Kurz und Knackig“ sicherten sich die Tusporaner zudem auch den zweiten Platz der Mannschaftswertung.
In „la combinacion“ Konne, Timo, David, Arnd Kreilbohm und Thorben Lange lag das Team lediglich eine Minute hinter dem Sieger „Corratec-Multipower“.
Und auch die Damen dieses Teams, Claudia Bilitewski (33. der Frauen/1:32:34)
und Friederike Glockner (35./1:32:39) zeigten eine solide Leistung.
Der Sieg im 46-Km-Rennen ging an Jonas Leefmann, der auch schon im Vorjahr gewinnen konnte. Mit seinem Teamkollegen Nicolas Starosta hatte er hinauf nach Bördel das Feld gesprengt. Am Kulminationspunkt am Gaußturm hatten die beiden einen Vorsprung von einer Minute gehabt, den sie auf dem Weg ins Ziel aber sogar noch ausbauen konnten. Zu uneinig waren sich die zwölf Fahrer der Verfolgergruppe, als dass sie die beiden Ausreißer auf dem Weg hinab nach Göttingen hätten einholen können.
Ein Dank sollte vor allem noch einmal an diejenigen Tusporaner gehen, die selber nicht am Rennen teilnehmen konnten und das Event dennoch tatkräftig unterstützten.
Spontan fallen mir da natürlich Holger ein, Martin, Oliver und vor allem Tim, der uns trotz seiner Krücken (Verzeihung - ich meinte natürlich: „Gehhilfen“...) am Hohen Hagen in unseren qualvollsten Minuten exzellent den Berg hinaufgeschrien hat...„Krassesten Respekt!“! :)
Landesmeisterschaften in Osnabrück
Am nächsten Wochenende stehen für etliche Tusporaner die Landesmeisterschaften in Osnabrück an. Und dort werden wir auch wieder die ganz heißen Eisen in den Verbrennungsmotor unserer Tuspo-Lokomotive werfen können, um die Konkurrenz ordentlich einzuheizen:
Denn bei dem Rennen in Niedersachsens Nordwesten, da dürfen auch endlich wieder
unsere A- und B-Lizenzfahrer eingreifen, um auf sich, auf uns, aufmerksam zu machen.
Feuer frei!
Von Timo
Tuspo-Radsport: Dreimal Podium [19.04.2010]
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Die Fahrer der Radsportabteilung des Tuspo Weende schlugen am vergangenen Wochenende bei besten Radsportbedingungen kräftig zu, sowohl auf der Straße, als auch im Gelände.
Beim Straßenrennen im westfählischen Steinfurt waren die blau-weißen Göttinger bei mehreren Rennen gut vertreten. Mit Nils Schachtebeck zeigte sich in der U17-Klasse als 17. und zugleich
siebtbester Deutscher nach 47 Kilometern mit seiner Leistung zufrieden, ebenso Lorenz Fiege (U19) der nach seinem 60-Kilometer-Rennen als 18. das Ziel im Spurt und mit internationaler Konkurrenz
erreichte und zuvor mehrfach Ausreißversuche unternommen hatte. Die beiden C-Fahrer Marius Apenberg und Timo Holloway holten sich in ihrem Rennen über 75 Kilometer den letzten Schliff für die
anstehende Tour d'Energie beendeten den Wettbewerb gemeinsam im Hauptfeld.
Glanzlicht nach 114 Kilometern
Gemeinsam mit Julian Sinske und Erik Breuer nahm auch Tuspo-Trainer und nun auch wieder Tuspo-Rennfahrer Frieder Uflacker sein ebenfalls auch international besetztes Rennen mit rund 150 Startern der beiden höchsten Amateurrennklassen auf, bei welchem die Fahrer pro Runde zwei Anstiege zu überfahren hatten. In einem Kraftakt setzte sich Uflacker etwa 40 Kilometer vor dem Ziel mit einer kleinen Gruppe vom rasenden Hauptfeld ab, wenn auch stets mit nur sehr knappen Abstand. Im Finalsprint distanzierte der Tusporaner den holländischen Sieger von 2006 und trennte Uflacker sogar nur eine Winzigkeit von der Sensation, einem Sieg bei diesem renommierten Rennen. Dieser ging letztlich an seinen Ex-Teamkollegen Mario Reinel aus Bremen. "Dass die Form schon ganz gut ist, wußte ich ja spätestens nach dem letzten Rennwochenende. "Hier nun fast den Vogel abgeschossen zu haben freut mich natürlich riesig", kommentierte der Tusporaner seinen hart erkämpften Erfolg. Das Rennen wurde in einem Stundenmittel von 45 km/h ausgetragen.
Erfolgreicher Saisonauftakt für Tuspo-Mountainbiker
Für die Mountainbiker Wolf Dieter Brandt und Jörg Schmidtmann begann die Saison in Hellental im Solling beim so genannten WarmUp-Marathon. Beide nahmen die Mitteldistanz von 40Km unter die breiten Reifen. 2 Runden zu 20 Kilometer mit je zwei stteilen Anstiegen und einer Abfahrt auf Teilen der Downhillstrecke des Solling-Funparks waren zu bewältigen. Jörg konnte sich in der ersten Runde in der Spitzengruppe halten, verlor aber in der zweiten Runde den Anschluss. Brandt hatte Pech beim Start wo ihm in der engen Startaufstellung ein Missgeschick passierte und er sich mit einem anderen Fahrer verhakte. Danach konnte er sich aber wieder nach vorne kämpfen und sich in der ersten Verfolgergruppe halten. Schmidtmann erreichte trotz seiner anfänglichen Probleme in der finalen Runde als Zweiter den Zielstrich und nur 30 Sekunden später folgte sein Vereinskollege als Dritter. In ihren Altersklassen bedeutete dies sogar jeweils den ersten Platz. Auch die beiden Mountainbiker werden natürlich am kommenden Wochenende bei den Tour d'Energie auf der Straße vertreten sein.
Tuspo-Radsportler meistern „Hölle des Nordens“
Die beiden Elite-A-Fahrer Frieder Uflacker und Julian Sinske gingen am vergangenen Samstag beim Radrennen in Bad Bevensen für Tuspo Weende an den Start. Seinem Spitznamen „Hölle des Nordens“ macht das Rennen alle Ehre: Auf dem elf Runden à 6,5 km langen Kurs galt es eine sich über 1,5 km erstreckende grobe Kopfsteinpflaster-Passage zu bewältigen. Aufgrund dessen riss das hochklassig besetzte Fahrerfeld bereits früh in kleinere Gruppen auseinander. Frieder Uflacker konnte sich in einer der vorderen Gruppen behaupten und kam nach aufreibenden 71,5 km auf einem guten 10. Platz ins Ziel. Diese Top-Ten-Platzierung bedeutet für ihn den ersten Schritt in Richtung Erhalt der A-Klasse. Sein Mannschaftskamerad Julian Sinske beendete das Rennen auf einem ebenfalls beachtlichen 18. Rang. Beide Tusporaner zeigten sich mit ihrer Form zufrieden und blicken nun zuversichtlich auf die kommenden Rennen. Am nächsten Sonntag starten die beiden bereits wieder beim Straßenrennen „Rund um Steinfurt“, wo sie diesmal zusätzliche Unterstützung von dem Tuspo-Fahrer Erik Breuer erhalten. [12.04.2010 Annika Grupen]
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Spreewald Masters [09.-11.04.2010]
11.04.2010 Hans-Peter Grote
Auch wenn das Spreewaldmasters kein Klassiker im Sinne von Radsportmonument ist, bot die diesjährige Ausgabe der Spreewaldrundfahrt doch alle Voraussetzungen, um ein Klassiker zu werden.
"Schon die letztjährige Ausgabe war physisch und fahrerisch außerordentlich anspruchsvoll", so der ehemalige B-Amateur Jan Menkens. "Aber diesesmal war die Rundfahrt nochmals deutlich
schwieriger!".
Temperaturen bis 3 Grad, Regen, schneidender Wind und ein rundrennenlanges Hagelunwetter erforderten nicht nur Rennhärte und Regenerationsfähigkeit, sondern auch 'eis'ernen Willen: Ein Drittel
der 90 Starter mußten das Rennen vorzeitig verlassen.Keiner der Rennfahrer konnte darauf hoffen, dass deshalb vorsichtig oder gar langsam gefahren wurde. Im Gegenteil. Die Windkante auf der
ersten und letzten Etappe war die Einladung an die Spitzenfahrer und deren Mannschaften, durch aggressives attackieren und hohe Tempoarbeit das Feld zuverkleinern, zumindest aber zu
zermürben.
So ergab sich am Ende des ersten Tages ein Stundenmittel von 45 km/h, am Ende der vierten Etappe, zu der Schneeregen vorhergesagt war, immerhin noch fast ein 43er Schnitt. Nur das
Rundstreckenrennen, an sich die schnellste Wettkampfform, versank in böigem Hagelschauern und überfluteten Straßenabschnitten. Aber selbst unter diesen grenzwertigen Bedingungen fuhr die
Masterklasse mit 40 km/h um die Kurven.
Unter diesen äußerst schwierigen Umständen kann man das Abschneiden der Göttinger Rennfahrer als gelungen bezeichnen. Jan Menkens bestand durch konstante Leistungen in den Einzelwettkämpfen und
gelangte so in die Gesamtwertung. Hier belegte er mit Rang 51 einen Platz im Mittelfeld. Der Neo-Senior Hans Peter Grote kam bei seiner ersten Spreewald-Teilnahme mit Platz 31 dem Bereich der
nationalen Masterelite nahe. Insbesondere der im Sprintfinale der windanfälligen und sehr nervös ausgetragenen Etappe 1 herausgefahrene 20. Rang war ein schöner Erfolg. Hätte Grote im Zeitfahren,
der dort zu defensiv gefahren ist, seinen gewohnt offensiven Fahrstil beibehalten, wäre eine noch bessere Schlußwertung möglich gewesen. Insgesamt gelang es den Tusporanern, sich und ihren Verein
in Szene zu setzen.
Gewinner des Gelben Trikots: Stefan Steiner (Nationalmannschaft)
Gewinner des Weißen Trikots (Sprintwertung): Timo Berner (VC Frankfurt)
